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Nach Lommel-Podium: Die Zukunftspläne von Simon Längenfelder (KTM)

Simon Längenfelder (KTM) stand in Lommel mit einem 2-3-Ergebnis auf dem 3. Podiumsrang, doch sein Rückstand zur Spitze beträgt 70 Punkte. Damit rückt das Unternehmen Titelverteidigung in weite Ferne.

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Man sollte im Motocross niemals nie sagen, aber 70 Punkte Rückstand sind für Red-Bull-KTM-Werksfahrer Simon Längenfelder bei nur noch 5 verbleibenden Grands Prix in der Saison 2026 nur noch schwer und unter besonderen Umständen wettzumachen. Selbst dann, wenn man an ein Szenario wie in der MXGP denkt, dass der dominierende Fahrer (Lucas Coenen) verletzt ausfällt, hätte Simon Längenfelder noch 2 weitere Fahrer (Sacha Coenen und Camden Mc Lellan) in der WM-Tabelle vor sich. Das Thema Titelverteidigung ist für Simon trotz seines Podiums in Lommel in weite Ferne gerückt.

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Ein Vergleich zu 2025

Die Situation sah 2025 zu diesem Zeitpunkt der Saison für Simon ganz anders aus. Nach der 15. Etappe in Lommel führte er die Tabelle mit 38 Punkten Vorsprung an. Danach gewann er das folgende Rennen in Uddevalla (Schweden) und baute seinen Vorsprung auf 40 Punkte aus. In den letzten Grands Prix der Saison schmolz sein Vorsprung wieder auf 16 Punkte vor dem Finale in Australien zusammen. Die Balkengrafik zeigt deutlich, wie und wo Längenfelder die entscheidenden WM-Punkte für seinen Titelgewinn geholt hat: Es waren die Rennen in Frankreich, Deutschland, Lettland und Großbritannien, bei denen er insgesamt 85 (!) Punkte gegenüber Kay de Wolf wettmachen konnte. Ebenfalls deutlich erkennbar: Kay de Wolf hat seinerseits auf den Sandstrecken in Finnland, Belgien und den Niederlanden massiv Punkte dazugewonnen. Allein dort waren es 68 Punkte.

Konstanz als Schlüssel zum Erfolg

Zum Thema Konstanz lohnt sich ein Blick auf das Vorjahr, als Simon Längenfelder Weltmeister wurde. 2025 zeichnete er sich durch hohe Konstanz aus: Kein einziger Nuller in einem Wertungslauf und nur zweimal null Punkte in einem Qualifikationsrennen waren eine stolze Bilanz. In diesem Jahr hatte Simon bereits zwei Qualifikations-Nuller (Argentinien und Italien) und zwei weitaus schwerer ins Gewicht fallende Nullrunden in Wertungsläufen - jeweils nach Stürzen in Kegums und Loket. Der Ausfall von Kegums war am Ende kein wirklicher 'Nuller', weil dort nur 19 Fahrer am Start standen und nicht alle Punkte vergeben werden konnten. Deshalb erhielt Simon trotz seines Totalausfalls noch zwei WM-Punkte für Platz 19 gutgeschrieben.

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Ist Farres konstanter als Längenfelder?

Auch WM-Leader Guillem Farres hat sich in diesem Jahr in Andalusien eine Nullrunde geleistet. Sein Teamkollege Camden Mc Lellan hatte in der Schweiz einen Totalausfall und bis zum Frankreich-Grand-Prix hatten beide Triumph-Werksfahrer keine auffallend konstanten Leistungen. Das änderte sich danach allerdings schlagartig. Sowohl Farres (schwarze Linie) als auch Mc Lellan (graue Linie) haben im weiteren Verlauf bis Lommel kaum noch Schwankungen in ihrer Punktebilanz, während bei Längenfelder (rote Linie) wegen seines Loket-Ausfalls wieder ein deutlicher Einbruch erkennbar ist. Bezogen auf die zweite Saisonhälfte sind sowohl Farres als auch Mc Lellan klar erkennbar die konstantesten Fahrer.

Ist Mc Lellan am Ende der lachende Dritte?

Der Verlauf des Punkte-Ertrags zeigt noch eine weitere Tendenz: Seit dem Portugal-Grand-Prix steigt die Punkteausbeute von Mc Lellan konstant an. Gegenüber Farres hat Mc Lellan jetzt noch einen Rückstand von 60 Punkten. In Lommel hat der Südafrikaner nun 10 Punkte gegenüber Farres gutgemacht. Bei noch 5 verbleibenden Grands Prix dieser Saison könnte er den Spanier noch auf der Zielgeraden abfangen, sofern es von Triumph keine Stallorder gibt.

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Zukunftspläne von Simon Längenfelder

Nach seinem 450er-Exkurs bei den ADAC MX Masters in Dreetz war die allgemeine Erwartungshaltung, dass Simon 2027 in die MXGP aufsteigen wird. In der Pressekonferenz nach dem Rennen in Lommel klang das anders. Als er konkret nach seinen Plänen gefragt wurde, lautete seine einfache Antwort: «Ich habe keinen Plan für das kommende Jahr.»

Simon Längenfelder über sein Rennen in Lommel

Das Sandrennen in Lommel gilt als eines der härtesten Grands Prix der Saison. Das bekam auch Simon Längenfelder zu spüren. «Am Ende des zweiten Laufs wurde es wirklich hart», erklärte er. «Aber ich hatte einen besseren Flow als in der Vergangenheit auf dieser Strecke. In den 3 Läufen sind mir keine größeren Fehler unterlaufen, was schon besser war als am vergangenen Wochenende. Darüber freue ich mich. Positiv ist auch, dass wir wieder auf dem Podium standen, denn wir alle wissen, dass Lommel ein harter Grand Prix ist.»

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