Karate als Schlüssel zum Erfolg: Lewis Hamiltons Kampf abseits der Strecke
Ferrari-Star Lewis Hamilton entschied sich als Kind, Karate-Stunden zu nehmen, um sich gegen Bullies zu wehren. Dabei lernte er auch viel, das für seine spätere Rennfahrer-Karriere nützlich war.
Lewis Hamilton lernte schon früh, sich zur Wehr zu setzen. Der siebenfache Weltmeister wurde bereits in seiner Kindheit in Stevenage von grösseren und stärkeren Kindern gehänselt und auch gequält, weshalb er sich entschied, Karate-Stunden zu nehmen. Damit löste er nicht nur sein Problem mit den Raufbolden, er eignete sich auch eine disziplinierte, selbstbewusste Haltung an, die ihm auf seinem Weg an die Spitze des Motorsports nützlich war.
Der Rekord-GP-Sieger erinnerte sich in Ungarn: «Karate war ein wirklich wichtiger Teil meines Lebens. Tatsächlich habe ich dort gelernt, diszipliniert zu sein. Denn Ich war zunächst einfach ein Kind mit viel Energie, das rumsprang und auf Bäume kletterte. Ich musste diese Energie in eine Richtung lenken, denn sonst wäre ich da, wo ich aufgewachsen bin, wahrscheinlich auf die schiefe Bahn geraten.»
Lektionen fürs Leben
«Ich fragte im Alter von sechs Jahren nach Karate-Stunden, denn ich wurde in der Schule gemobbt. Und das hat sich sehr, sehr lange gehalten, bis in die Highschool wurde ich von Bullies gequält», erzählte der Ferrari-Pilot, der aktuell den zweiten Platz der WM-Tabelle belegt. «Karate half mir schliesslich, mein Selbstvertrauen aufzubauen und die Bullies in den Griff zu bekommen.»
Auch während seines Aufstiegs in den verschiedenen Nachwuchsklassen traf Hamilton immer wieder auf Bullies, erklärte er. Und das, was er in den Karate-Lektionen gelernt hatte, war ihm wieder von Nutzen. «Als ich auf die Strecke ging, war es das Gleiche. Auch dort gibt es Bullies, und ich denke, es half mir einfach, mich selbst zu verstehen, meine Kraft, die ich in mir habe, zu erkennen, und zu begreifen, wie ich diese positiv nutzen kann.»
In guter Gesellschaft: Auch Isack Hadjar betrieb Kampfsport
Hamilton ist nicht der einzige Fahrer im aktuellen Formel-1-Feld, der während seiner Kindheit Kampfsport betrieb. So erwarb auch Isack Hadjar schon früh Kenntnisse in dieser Disziplin. Anders als Hamilton widmete sich der Teamkollege von Max Verstappen dem Judo-Kampfsport. «Ich fing als Vierjähriger damit an. Als meine Kart-Karriere Fahrt aufnahm, hörte ich damit auf, aber ich war da schon auf einem ziemlich guten Niveau», verriet der Franzose schon während seiner Formel-2-Zeit.
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