Di Giannantonio: «Mugello begeistert – auch wenn nicht alles legal ist»
Die Einladung zur MotoGP-Auftaktpressekonferenz des Italien-GP hatte sich Fabio Di Giannantonio mit seinem Sieg in Catalunya verdient. In Mugello zeigt sich der Römer selbstbewusst und «abstrakt».
Catalunya-Sieger Fabio Di Giannanntonio erschien zum Start des Italien-GP auf dem Autodromo von Mugello in ungewohntem Outfit. Statt in grellem Flügelgelb nahm der in der WM-Tabelle auf Rang 3 liegende VR46-Pilot in sattem Schwarz Platz. Traditionell ist Mugello die Kultstätte, auf der auch eifrige Design-Wettkämpfe stattfinden. Fabio Di Giannantonio, der auch seinen schwarz-goldenen Mugello-Helm präsentierte, fasste seinen persönlichen Look für die anstehenden MotoGP-Festspiele in der Heimat mit einem Wort zusammen: «Abstrakt.»
Fabio Di Giannantonio, der 2026 erste Kraft im Ducati-Lager ist, bringt den Kurs in der Toskana mit starken Emotionen zusammen. Den Römer beindruckt in Mugello aber auch die Show abseits des gut fünf Kilometer langen Asphaltbands: «Ich gebe zu, Begeistert war ich schon immer auch von der Party rund um Mugello – auch wenn ich bezweifle, dass hier alles immer legal zugeht.»
Den Fans des Sports empfiehlt «Diggia», sich am besten zwischen den Kurven 5 und 8 zu platzieren: «Speziell die Passage von «Casanova» zu «Savelli» und dann zu «Arabbiata 1», hier kannst du als Fahrer besonders glänzen und den Unterschied machen. Ein fantastischer Abschnitt, auch wegen den Höhenunterschieden und der Überhöhung der Piste.» Wenig überraschend, dass Di Giannantonio die Passage liebt – beim GP-Rennen 2025 schnappte er sich hier Pecco Bagnaia und damit den letzten Podestplatz.
Eine wichtige Frage an den Ducati-Piloten: Wie fit ist der Catalunya-Sieger, der den Montags-Test hatte auslassen müssen? Di Giannantonio, der ebenfalls Teil des Alex-Marquez-Unfalls war und von Teilen der zerfetzten Ducati torpediert wurde: «Es sollte alles ok sein. Ich muss es noch auf dem Bike checken, aber es wird alles gut sein.»
Der Ducati-Pilot gestand auch: «Der Sonntag in Barcelona war unglaublich intensiv und hat uns alle mitgenommen, es war ein Meer an Emotionen und wir haben einmal ausschnaufen müssen, um uns gut auf die nächste Aufgabe vorzubereiten.»
Fabio Di Giannantonio ist sich bewusst, dass mit Marc Márquez nun wieder der vermeintliche Konkurrent mit von der Partie ist: «Es ist wichtig, dass der Champion dabei ist, auch wenn es mehr Kämpfe auf der Piste bedeutet. Doch am Ende geht es darum sich mit dem Besten zu messen.»
Mit seinem GP-Sieg in Spanien bei gleichzeitigem Scheitern von Pedro Acosta verschaffte sich Di Giannantonio in der WM-Tabelle 24 Punkte Luft auf den bissigen Spanier. Im Visier ist nun das Aprilia-Duo. Auf Jorge Martin fehlen 11 Zähler; zu Spitzenreiter Marco Bezzecchi 36 Punkte.
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