Fernandez (Aprilia) nach P4 im Balaton-Sprint: Planänderung nach dem Start
Kurzzeitig sah es nach einem Podestplatz für Trackhouse-Aprilia-Pilot Raul Fernandez aus. Am Ende wurde es Rang 4 hinter WM-Leader «Bezz». Nach dem fehlerfreien Rennen ist der Madrilene rehabilitiert.
Erst vor einer Woche war es Raul Fernandez, der in Gulf-Farben für Schlagzeilen in der Toskana gesorgt hatte. Im Sprint entzauberte der die gesamte Konkurrenz und holte den ersten Sieg über die kurze Distanz. Am Sonntag verhinderte dann ein Riesenschnitzer gleich nach dem Start einen Aprilia-Dreifach-Triumph. Fernandez zeigte eine sehenswerte Aufholjagd, war aber nach Platz 9 am Boden zerstört Im Sprint von Balaton gelang der Nummer 25 die Rehabilitation mit einem erneut fehlerfreien Rennen.
Raul Fernandez, dessen MotoGP-Zukunft für 2027 noch ungeklärt ist, war aus Reihe 3 hinter WM-Leader Marco Bezzecchi losgefahren. Der Werksfahrer aus Noale diente als Referenz, bis zum Zielstrich 13 Runden später. Raul Fernandez: «Marco und ich waren sehr vergleichbar, wobei ich zum Schluss sogar etwas schneller war. Doch nicht schnell genug für eine Attacke. Auf einer anderen Piste wäre ein Angriff vielleicht denkbar gewesen, aber nicht hier.»
Glücklich sah Raul Fernandez nicht aus. Doch der WM-Fünfte wiegelte ab: «Ich bin einfach nur müde, die Samstage sind extrem, das Programm für die Fahrer ist sehr voll.» Raul Fernandez weiter: «Leider können wir in Ungarn nicht das volle Potenzial nutzen. Mit den soften Reifen können die Aprilia-Piloten nicht den eigentlichen Stil fahren und alles abrufen, was das Paket hergibt. Das galt auch schon im Q2. Ich denke, die zweite Reihe, vielleicht sogar die erste, wäre drin gewesen, aber es war keinem von möglich, das Bike hier voll zu nutzen.»
Interessant das Protokoll von Raul Fernandez zur trickreichen Passage nach dem Start, in der der Trackhouse-Athlet gleich Positionen gutmachen konnte. «Mein Plan war es, ganz außen zu bleiben (als Siebter stand Fernandez links in Reihe 3) – doch den Plan hatten alle anderen auch. Also habe ich meinen geändert. Innen war viel Platz, wobei sich alle Fahrer hier auch etwas zurückgehalten haben.»
Als das Gespräch auf den GP am Sonntag kam, hellte sich das Gesicht von «RF25» auf. «Mit großer Wahrscheinlichkeit wird über die lange Distanz ein Medium-Reifen zum Einsatz kommen Und dann sieht es sehr gut aus Ich bin wirklich sehr optimistisch, auch wenn das Rennen sehr lang wird – aber das ist auch gut für uns», so Raul Fernandez vor dem 16. Rennen der Saison.
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