EWC Spa (6h): BMW vorn, Honda-Ausfall, YART erneut mit Timing-Pech!
Die Werks-BMW befindet sich bei den 8 Stunden von Spa auf Kurs zum Sieg. YART verlor durch das wechselhafte Wetter viel Zeit. F.C.C. TSR Honda schied vorzeitig mit Defekt aus.
Zur Halbzeit der 8 Stunden von Spa waren die Piloten der Langstrecken-WM bereits wieder auf Slicks unterwegs und erzielten auf der größtenteils abgetrockneten Strecke erneut konkurrenzfähige Rundenzeiten. Doch die Wetterkapriolen in den Ardennen machten ihrem Ruf alle Ehre: Wenig später setzte erneut Regen ein und die Zeiten verschlechterten sich schlagartig.
Zu diesem Zeitpunkt führte BMW-Pilot Steven Odendaal das Rennen mit einem Vorsprung von knapp 50 Sekunden auf YART-Pilot Marvin Fritz an. Trotz der zunehmend tückischen Bedingungen blieben die Fahrer zunächst auf Trockenreifen draußen. Die Strecke bot immer weniger Grip und erforderte höchste Konzentration, doch die Spitzenteams scheuten den zusätzlichen Boxenstopp und hofften darauf, die wechselhaften Verhältnisse mit Slicks überstehen zu können.
Der Plan ging auf, denn der Kurs trocknete schnell ab und ermöglichte nach einigen Minuten wieder Rundenzeiten im Bereich von 2:22 Minuten. Nach dem Wetterchaos führte Odendaal mit 43 Sekunden Vorsprung vor Fritz auf der YART-R1.
Rückschlag für Honda: Zwangsstopps, dann Totalausfall
F.C.C. TSR Honda lag auf der vierten Position, als Alan Techer das Motorrad außerplanmäßig an die Box brachte. Nach einem kurzen Stopp kehrte Teamkollege John McPhee auf die Strecke zurück, doch das französische Team verlor durch den ungeplanten Service einen Platz und fiel auf Rang 5 zurück.
Techer hatte über Probleme mit dem Schaltautomaten geklagt. Offenbar war der Defekt jedoch nicht behoben, denn nur kurze Zeit später verließ McPhee auf der Strecke die Ideallinie und steuerte die Box erneut an. Für den Vorjahressieger entwickelte sich die Situation damit zu einem ernsthaften Rückschlag. Kurz nach der Rennhalbzeit schied das Team schlussendlich aus.
Deutlich besser entwickelte sich das Rennen für SERT. Nach dem Sturz im ersten Stint war die erfolgsverwöhnte Suzuki-Mannschaft weit zurückgefallen, hatte sich nach 4:30 Stunden aber wieder in die Top-6 zurückgekämpft.
BMW souverän, YART hat erneut Pech mit dem Timing
Das Wetter blieb wechselhaft. Kurz vor der Marke von fünf Stunden setzte erneut Regen ein. Bei BMW hatte mittlerweile Michael van der Mark übernommen und steuerte die Werks-M1000RR fehlerfrei über den nassen Kurs. YART lag nach fünf Stunden Fahrzeit mehr als eine Minute zurück. Karel Hanika saß auf der Yamaha R1 mit der Startnummer 1.
Das Webike-Kawasaki-Team hatte nach einem Highsider von Christian Gabarino den Anschluss an BMW und YART komplett verloren, behauptete aber weiterhin die dritte Position. Das Tati-Honda-Team hatte sich bereits auf die vierte Position vorgearbeitet und war das bestplatzierte Team, das nicht mit Bridgestone-Reifen fährt. SERT fuhr auf Position 5 und kam in großen Schritten näher an Tati AVA6 heran.
Nach 5:25 Stunden riskierten einige Teams – darunter auch YART und Marc VDS – den Wechsel auf Trockenreifen, denn es hatte sich bereits wieder eine trockene Linie gebildet. Wenig später setzte aber erneut Regen ein, stellenweise sogar sehr starker Regen. YART hatte erneut Pech mit dem Timing und musste binnen kurzer Zeit zwei Stopps einlegen, um wieder Regenreifen zu holen. Dadurch verlor man viel Boden auf die führende BMW, die nun ungefährdet an der Spitze fuhr.
Motobox Kremer schiebt sich in die Top-10
Die deutsche Motobox-Kremer-Mannschaft kam mit den wechselhaften Bedingungen sehr gut zurecht. Die drei Yamaha-Nachwuchstalente Lennox Lehmann, Dirk Geiger und Max Stauffer hatten sich mittlerweile in die Top-10 gearbeitet und lagen in der EWC-Wertung auf der siebten Position.
Kurz vor der Marke von sechs Stunden kam Michael van der Mark mit der BMW an die Box und übergab an Markus Reiterberger. Im Vergleich zur Konkurrenz meisterte BMW das wechselhafte Wetter am besten und vergrößerte den Vorsprung in der sechsten Stunde auf mehr als eine Runde.
Der Zwischenstand nach 6 Stunden Fahrzeit:
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BMW Endurance (Reiterberger, Van der Mark, Odendaal), BMW M1000RR, 144 Runden
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YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +1 Runde
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Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, +2 Runden
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SERT (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R, +3 Runden
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Tati Team AVA6 Racing (Clere, Vinales, Di Meglio), Honda CBR1000RR-R, +3 Runden
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Team Bolliger Switzerland (Thöni, Toledo, Artigas), Kawasaki ZX-10RR, +4 Runden
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Revo-M2-Aprilia (Calia, Saltarelli, Ferroni), Aprilia RSV4, +5 Runden
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TRT27 AZ Moto (Ward, Oliver, Lahti), Honda CBR1000RR-R, +5 Runden
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Wojcik Racing (Gutierrez, Torres, Molik), Honda CBR1000RR-R, +5 Runden
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Marc VDS (De Puniet, Marino, Bendsneyder), Yamaha R1, +5 Runden
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