Fermin Aldeguer (5.) mit zwei Beinahe-Stürzen: «Ich habe es versucht!»
Fermin Aldeguer (Ducati) zeigte im MotoGP-Sprint in Ungarn einen enormen Speed. Er hing hinter zwei Aprilia fest und wäre zweimal fast gestürzt. «Wenn du am Limit bist, passieren solche Fehler!»
Fermin Aldeguer präsentierte sich am Samstag auf dem Balaton Park Circuit in einer sehr guten Verfassung. Zunächst sicherte sich der Gresini-Pilot im Qualifying Startplatz 3. Dann folgte der MotoGP-Sprint, in dem er für einige spektakuläre Momente sorgte.
Aldeguer erwischte aus der ersten Reihe einen guten Start, in der ersten Kurve ging jedoch der noch besser gestartete WM-Leader Marco Bezzecchi an ihm vorbei. Danach klebte Aldeguer am Hinterrad von «Bez». Der Ducati-Pilot war schneller, doch auf der engen Piste nahe dem Plattensee sind Überholmanöver schwer und oft mit viel Risiko verbunden. Aldeguer gab nicht auf und folgte Bezzecchi. In der vierten Runde rutschte ihm dann in der Schikane zwischen den Kurven 9 und 10 das Vorderrad weg – mit einem spektakulären Save konnte er einen Crash gerade noch verhindern. Er musste jedoch weit gehen und fiel hinter Trackhouse-Ass Raul Fernandez auf Position 5 zurück.
Aldeguer machte dann Jagd auf Fernandez – er hing erneut hinter einer Aprilia fest. Zwei Runden vor Schluss verbremste er sich und musste erneut weit gehen. Jedoch konnte er Platz 5 halten. Der Abstand zu Fernandez war dann zu groß, Aldeguer überquerte die Ziellinie aus Fünfter.
«Ich bin happy! Zufrieden mit meiner Pace und meinem Gefühl für das Motorrad, was sehr wichtig ist. Seit dem Saisonstart hatte ich noch nie so ein gutes Gefühl – das konnte man auch im Fernsehen sehen», freute sich der 21-Jährige. «Wir wissen, dass es eine schwierige Strecke für Überholmanöver ist, trotzdem habe ich es versucht. Wir haben nicht dieselben Bikes und fahren unterschiedliche Linien. Das macht alles komplizierter. Wir haben aber einen Schritt im Qualifying und auch beim Start gemacht. Der Schlüssel für morgen wird sein, in der ersten Kurve nicht aus den Top-3 herauszufallen. Danach wird das Rennen einfacher.»
Ist Aldeguer bei seinem ersten Fehler, wo er hinter Bezzecchi fast gestürzt wäre, zu schnell durch die Schikane gefahren? «Ich habe dort versucht Bezzecchi zu überholen, es war aber nicht das erste Mal an dieser Stelle», erzählte der Spanier. «Ich dachte mir, dass wenn ich über den Kerb etwas mehr abkürze, ich mehr Raum gewinne, um das Überholmanöver zu versuchen. Mir ist dann der Vorderreifen weggerutscht, das war mein erster Fehler. Dann folgte der Fehler hinter Raul. Das Wichtige ist aber, dass ich mich jeweils wieder herankämpfen konnte und ich eine gute Pace hatte. Ich habe 100 Prozent gegeben und wenn du am Limit bist, passieren solche Fehler.»
Mit seinem Speed im Sprintrennen muss man auch im Grand Prix am Sonntag mit Fermin Aldeguer rechnen.
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