Ducati Race of Champions Misano: Superbike-Asse blamieren die MotoGP-Stars
Beim Race of Champions zum 100. Geburtstag von Ducati brillierten die Superbike-Stars. Nicolo Bulega siegte. MotoGP-Star Marc Marquez wurde nur 12., Pecco Bagnaia war als 5. schnellster MotoGP-Fahrer.
Am «World Ducati Weekend» feiert die Marke aus Bologna auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli ihren 100. Geburtstag. Highlight der Feierlichkeiten: Das «Race of Champions», bei dem die Ducati-Asse aus MotoGP, Superbike-WM und nationalen Meisterschaften gegeneinander antreten – und die Superbike-Stars die MotoGP-Piloten in den Schatten stellten.
Alle Ducati-Stars gingen auf identischen V4S-Superbikes mit Pirelli-Reifen und Brembo-Bremsen auf die Piste. Die V4S ist die Serienversion des Superbikes, allerdings mit 1100 statt 1000 ccm. Die MotoGP-Stars kennen diese Motorräder aus dem Training. Die Standard-Slicks von Pirelli sind für die MotoGP-Fahrer ungewohnt, sie fahren in der Königsklasse mit Michelin.
Bulega startete von Pole
Bei strahlendem Sonnenschein und 29 Grad Celsius Lufttemperatur zur Mittagszeit ging es nach italienischer Hymne im rappelvollen Grid wie folgt los: Superbike-WM-Leader Nicolo Bulega hatte sich am Samstag Startplatz 1 gesichert, neben ihm aus der ersten Startreihe gingen Bulegas Serien-Kollege Lorenzo Baldassarri und MotoGP-Star Francesco «Pecco» Bagnaia ins Rennen. Die beiden VR46-Piloten Franco Morbidelli und Fabio Di Giannantonio gingen als Sechster und Siebter ins Rennen. Für MotoGP-Star Marc Marquez hatte es zu nur Startplatz 12 gereicht. Superbike-Pilot Iker Lecuona ist gerade Vater geworden und fehlte entschuldigt. Ebenso die beiden angeschlagenen Gresini-Ducati-Piloten Fermin Aldeguer und Alex Marquez.
Für die MotoGP-Fahrer geht es nächstes Wochenende auf den Sachsenring, für die Superbike-Stars nach Donington Park. Bei allem sportlichen Ehrgeiz spielte also mitten in der Saison auch die Vorsicht, sich nicht zu verletzen, eine wichtige Rolle. Speziell Marc Marquez dürfte sich das gesagt haben: Der Sachsenring ist seine Paradestrecke – schon vor einer Woche in Assen war er auf Nummer sicher gefahren.
Bulega stark beim Start, Bagnaia fällt zurück
Gleich nach dem Start des Rennens über zehn Runden zog Bulega erfolgreich davon, verteidigte seine Führung souverän. Die beiden MotoGP-Piloten Bagnaia und Marquez fielen beide leicht zurück: Marquez auf 13, Bagnaia auf 5. Für Bagnaia, der 2027 für Aprilia fährt, ist es das letzte «World Ducati Weekend».
Michele Pirro gab an seinem 40. Geburtstag zunächst alles – und das angeschlagen: Er trat trotz eines Bruchs am Schlüsselbein aus dem Training am Freitag an, fiel aber früh zurück und musste schließlich nach vier Runden abstellen. Auch Alvaro Bautista fuhr in die Boxengasse. Die beiden VR46-Jungs Di Giananntonio und Morbidelli lieferten sich enge Duelle – als ginge es um MotoGP-Punkte. Morbidelli behielt die Oberhand.
Mackenzie vs. Marquez
Zur Halbzeit hatte Bulega mehr als eine Sekunde Vorsprung auf Alberto Surra, der sich stark von Startplatz 5 vorgekämpft hatte. Drei Runden vor Schluss startete Marc Marquez seine Attacke auf Tarran Mackenzie, schob sich kurzzeitig vor den Briten, der sich aber erfolgreich gegen die MotoGP-Ikone wehrte und die Position zurückeroberte. Bis zur Zielflagge war der Fight zwischen Surra und Baldassarri um Platz 2 richtig eng – doch Surra behielt die Oberhand, holte Platz 2 hinter Sieger Nicolo Bulega.
Das Race of Champions ging also klar an die Superbike-Fraktion. Schnellster MotoGP-Fahrer war Pecco Bagnaia an Rang 5. Die Plätze 7 und 8 gingen an VR46 (Morbidelli vor Diggia). Marc Marquez musste sich Mackenzie geschlagen geben, wurde Zwölfter. Die beste Nachricht aber: Das Geburtstagsrennen ging ohne Zwischenfälle über die Bühne.
Ergebnis Race of Champions:
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Nicolo Bulega
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Alberto Surra
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Lorenzo Baldassarri
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Yari Montella
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Francesco Bagnaia
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Tommy Bridewell
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Franco Morbidelli
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Fabio Di Giannantonio
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Lukas Tulovic
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Hafizh Syahrin
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Tarran Mackenzie
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Marc Marquez
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P. J. Jacobsen
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Josh Waters
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Michele Pirro (DNF)
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Alvaro Bautista (DNF)
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