Besitzer-Familie stellt klar: Phillip Island Circuit wird kein Golfplatz
Aussagen vom Streckendesigner, die Rennstrecke auf Phillip Island könnte nach dem MotoGP-Aus zu einem Golfplatz umgebaut werden, hatten für Aufsehen gesorgt. Die Eigentümer-Familie streitet das ab.
Was wird nach dem MotoGP-Aus aus der Strecke auf Phillip Island in Australien? Diese Frage gab zuletzt Anlass zu Spekulationen – angetrieben durch Aussagen des Designers des Kurses. Streckendesigner Bob Barnard hatte kürzlich in einem offenen Brief Befürchtungen geäußert, die Rennstrecke könnte geschlossen und zu einem Golfplatz umgebaut werden. Die Besitzer seien schon mit dem Bau einer anderen Strecke befasst, hieß es darin.
MotoGP ab 2027 in Adelaide
Die Diskussionen über die Zukunft von Phillip Island im Allgemeinen waren aufgekommen, weil die zwei großen Motorrad-Rennserien in Australien die Strecke wechseln: Die MotoGP fährt ab 2027 auf einem neuen Stadtkurs in Adelaide. Die WorldSBK ab 2028 auf «The Bend».
Neben MotoGP und Superbike ist auch die australische Supercars-Serie regelmäßiger Gast auf dem Kurs im Süden von Australien, gut 80 Kilometer vom Zentrum von Melbourne entfernt. Aber es wird künftig ruhiger auf der Rennstrecke auf der malerischen Insel.
Besitzer: Kein Golfplatz!
Was wird also aus dem Phillip Island Circuit? Jedenfalls kein Golfplatz, stellt die Eigentümerfamilie klar. Andrew Fox, Geschäftsführer der Linfox Property Group und Teil der Familie, die den Kurs besitzt, sagte dem australischen Magazin «Australian Motorcycle News»: «Die Strecke steht definitiv nicht zum Verkauf. Und wir haben kein Interesse daran, einen Golfplatz auf unserem Grund und Boden auf Phillip Island zu bauen.»
Fox stellte außerdem klar: «Das Grundstück wird definitiv eine Rennstrecke bleiben. Das will ich im Namen der Familie Fox ganz deutlich sagen. Und in Bezug auf dieses Gerede über einen Golfplatz: Das letzte Mal, als das vorgeschlagen wurde, hat der zuständige Gemeinderat dagegen gestimmt.» Da ging es um eine Bebauung eines an die Rennstrecke angrenzenden Grundstücks, also nicht der Piste selbst. Fox: «Warum sollte die Fox-Familie also deren Zeit damit schon wieder verschwenden, vor allem, wenn es die Zerstörung der Strecke bedeuten würde?» Klingt also, als würde der Traditionskurs erhalten bleiben – nur mit weniger Action als bislang…
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