Enea Bastianini über die KTM: «Vor Austin war ich nicht sehr happy!»
Mit den guten Ergebnissen in Austin hat Enea Bastianini Selbstvertrauen getankt für den MotoGP-Auftakt in Europa. Der KTM-Tech3-Pilot hat eine Vermutung, weshalb es beim US-GP so gut lief.
Enea Bastianini erlebte in Austin seit langem wieder ein sehr gutes Rennwochenende. Der KTM-Tech3-Pilot war schnell und konnte an der Spitze mitkämpfen. Im Grand Prix holte Bastianini einen sechsten Platz, im Sprintrennen brachte er seine KTM als Vierter über die Ziellinie – hinter Markenkollege Pedro Acosta. Doch weil der Youngster aus Spanien mit einem zu niedrigen Reifendruck unterwegs war, bekam er eine 8-Sekunden-Zeitstrafe. «La Beastia» erbete somit Platz 3.
In der Medienrunde am Donnerstag vor dem Spanien-GP ließ Bastianini zuerst mit einem Lächeln im Gesicht noch einmal den US-GP Revue passieren. «Im Sprint haben wir das Podium geholt – es war zwar abnormal, aber am Ende ist es ein Podestplatz», meinte Bastianini in Jerez. «Aber auch im Rennen am Sonntag in Austin haben wir einen guten Job gemacht. Ich habe nur im Qualifying einige Fehler gemacht. Ich bin auch gestürzt. Wir kommen aber von einem schönen Wochenende, nach einer langen Pause sind wir jetzt hier in Jerez. Wir sind bereit.»
Enea Bastianini über Austin: «War in der Lage, am Limit zu pushen»
Letztes Jahr belegte Bastianini auf dem Circuito de Jerez im Grand Prix Rang 9. Wie stehen seine Chancen in diesem Jahr? «Für mich ist es ähnlich, wie in den anderen Rennen. Momentan ist immer eine Aprilia vorne – nicht nur Marco, auch die anderen Fahrer. Zudem ist Ducati sehr nah dran», erklärte der Italiener. «Für mich wird es beim Rest der Meisterschaft gleich ablaufen, aber in einigen Bereichen können wir eine sehr gute Leistung zeigen. Mein Ziel ist es, auf der Strecke mit einem guten Gefühl zu starten. Aber wenn wir nicht gut ins Wochenende starten, wird es für uns sehr schwierig, das Ruder herumzureißen. Wir warten deshalb immer gespannt den Freitag ab, um zu verstehen, wie es wird.»
Enea Bastianini hatte letztes Jahr einen schwierigen Start mit der RC16. Es folgten während der Saison einige positive Momente, wie beispielsweise der dritte Platz in Barcelona. Generell kam der 28-Jährige mit dem orangen Bike aber nie richtig in Schwung. Bei den ersten beiden Grands Prix 2026 in Thailand und Brasilien strauchelte Bastianini erneut. In Austin war er stark. Nach drei Rennwochenenden – kommt er mit der KTM dieses Jahr besser zurecht als 2025? «Um ehrlich zu sein, war ich vor Austin nicht sehr happy. In Austin änderte sich etwas und ich fühlte mich auf dem Bike wohl. Ich war dort dazu in der Lage, am Limit zu pushen. Das war aber auch der Grund, weshalb ich stürzte», meinte er. «Davor war es für mich unmöglich zu stürzen, weil es schwer war, das Limit zu verstehen – vor allem in Goiania, wo ich langsam war. In Austin war ich weniger am Limit, aber schneller. Ich weiß nicht warum. Wir wissen aber, dass der Reifen in Austin etwas anders war. Das war vielleicht der Schlüssel, weshalb wir in Austin schnell waren.»
In Jerez wird Bastianini als einziger Tech3-Pilot in der Startaufstellung stehen. Teamkollege Maverick Vinales erholt sich immer noch von seiner Schulterverletzung – bei ihm wurde nach Austin eine Schraube operativ entfernt – und wird voraussichtlich in Le Mans sein Comeback haben.
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