Ai Ogura schweigt zu Yamaha-Wechsel: «Dazu sage ich nichts!»
Ai Ogura reist mit vielen Eindrücken zum vierten MotoGP-Wochenende nach Jerez. Zu dem möglichen Transfer ins Yamaha-Werksteam für 2027 hüllt sich der ohnehin wortkarge Japaner in Schweigen.
Die ersten drei Saisonrennen liefen für Ai Ogura besser als von manchem erwartet. Der Trackhouse-Aprilia-Pilot hat sich in der MotoGP mit konstanten Top-6-Ergebnissen im vorderen Feld etabliert. In Austin wäre sogar das erste MotoGP-Podium möglich gewesen, doch ein Problem an seiner RS-GP verhinderte das. Mit 37 Punkten steht der Japaner auf Rang sieben der Gesamtwertung, eine Steigerung ist möglich.
Zukunft bei Yamaha? Ogura will nichts dazu sagen
In den vergangenen Wochen verdichteten sich die Anzeichen, wonach Ogura ab 2027 ins Yamaha-Werksteam wechseln könnte. Ogura wäre der erste japanische Stammfahrer auf einer Yamaha, seit Makoto Tamada im Jahr 2007 bei Tech3 angetreten ist. Auf die direkte Frage, ob er etwas zu den Gerüchten sagen möchte, antwortete er schlicht: «Nichts!» Auch eine zweite Nachfrage wehrte er ab: «Ich möchte dich nicht über die Gerüchte zu deiner Zukunft befragen. Okay.»
Interessanter wurde es, als ein weiterer Journalist den Bogen zur Vergangenheit bei Honda schlug. Ogura war in seinen ersten Jahren in der Moto3 und Moto2 eng mit HRC im Idemitsu-Team verbunden. Auf die Frage, ob eine Rückkehr zu Honda zu 100 Prozent ausgeschlossen sei, ließ er ein wenig durchblicken. «Nichts ist unmöglich. Vielleicht, vielleicht nicht.»
Vertrauen in Aprilia bleibt stehen – Ziel sind die Top-5
Zum sportlichen Teil des Wochenendes war Ogura gesprächiger. Jerez ist eine Strecke, die er schätzt. 2022 feierte er dort in der Moto2 seinen ersten GP-Sieg. Dazu kommt: «Aprilia ist im Moment konkurrenzfähig. Wir wollen ein weiteres Top-5 oder Top-6-Ergebnis.»
Spannend ist Oguras Herangehensweise an die Datenanalyse bei Aprilia. Der Japaner hat Zugriff auf sämtliche Telemetrie seiner Markenkollegen und nutzt diese dosiert. «Grundsätzlich schaue ich mir die Daten aller Aprilia-Fahrer an. Aber nur, wenn es notwendig ist. Daten sind am Ende nur Daten.» Video-Analyse ist für Ogura Neuland. Auf die Frage, ob er mit Videomaterial arbeite, zeigte er sich überrascht: «Vielleicht, aber ich habe nie wirklich danach gefragt.» Als ihm gesagt wurde, dass viele Fahrer damit arbeiten, zeigte er sich erstaunt und überlegte, das Thema intern anzusprechen.
Ogura stellt seine Best-Of-Rennstrecken vor
Die größte Schwachstelle von Ogura sei weiterhin das Qualifying. Auf einer engen Strecke wie Jerez sind Überholvorgänge ohnehin schwierig, womit eine gute Startposition entscheidend ist, verriet der 25-Jährige.
Ein Vorteil könnte sein, dass Jerez eine seiner Lieblingsstrecken ist, wie er in seinem persönlichen Lieblingsstrecken-Ranking offenbarte: «Nummer eins ist Austin. Das liegt nicht an der letzten Platzierung. Und die Zweite ist Thailand oder Malaysia. Jerez ist meine Nummer vier.» Vielleicht überdenkt Ogura seine Rangliste nach einem gelungenen Wochenende nochmals.
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