Sprint-Sieger Marc Marquez: «Strategie hat besser funktioniert als gedacht»
Marc Marquez (Ducati) fuhr im MotoGP-Sprint in Ungarn überlegen zum Sieg. Er setzte seine Strategie perfekt um und zeigte eine weltmeisterliche Leistung. Er ist nun der Favorit auf den GP am Sonntag.
Marc Marquez erlebte in Ungarn einen perfekten MotoGP-Samstag. Zuerst erzielte er die Pole-Position, dann folgte im Sprintrennen eine Machtdemonstration des Weltmeisters.
Es war vor allem die Art und Weise, wie MM93 zu seinem 18. Sprint-Sieg fuhr. Er erwischte einen perfekten Start und konnte danach seinen Vorsprung auf KTM-Pilot Pedro Acosta kontinuierlich ausbauen. Nach zwei Runden hatte er bereits einen Vorsprung von über einer Sekunde herausgefahren, nach fünf Umläufen war der Abstand auf über zwei Sekunden angewachsen. Diesen Vorsprung konnte der Ducati-Werksfahrer bis zur letzten Runde halten. Er nahm dann ein wenig heraus und überquerte die Ziellinie mit 1,5 Sekunden Vorsprung.
Die Fans sahen im MotoGP-Sprint fast wieder den Marc Marquez aus dem Vorjahr. Er sah auf seiner Desmosedici entspannt aus, er war im Flow und man hatte das Gefühl, dass er jederzeit noch zulegen konnte.
«Am Freitag habe ich mich geschont und ich versuchte, meine Energie aufzusparen. Heute Morgen gab ich dann alles, denn wie wir im Rennen gesehen haben, ist es eine große Hilfe, hier aus der ersten Reihe zu starten», meinte der Spanier direkt nach dem Rennen. «Meine Strategie war es dann, von Beginn an zu pushen – wenn ich mich noch frisch fühle – und am Ende zu überleben. Die Strategie hat dann besser funktioniert als gedacht.»
Mit dieser Leistung ist Marquez nun auch der Favorit für den Grand Prix am Sonntag. «Morgen haben wir ein längeres Rennen. Ich werde sehen, wie ich damit umgehen kann. Aber ich bin hier langsamer als letztes Jahr», blickte der 33-Jährige voraus. «Der Schlüssel wird sein, dass ich gut verstehe, wenn meine Kräfte nachlassen. Die mentale Seite befindet sich ständig im Rennmodus, aber der Körper kann da nicht mithalten. Ich muss sehr vorsichtig sein, denn wenn ich bei den Richtungsänderungen einen kleinen Fehler mache und meine Körperposition auf dem Motorrad ändere, so wie in Le Mans, kann das zum Crash führen. Das wollen wir nicht. Mit dem Adrenalin ist es schwer zu verstehen, was passiert, aber du fühlst, dass dein Körper von Runde zu Runde steifer wird.»
Vor dem Ungarn-GP meinte Marc Marquez, dass er nicht zu den Favoriten auf den Sieg zählt – dies hat er nun selbst widerlegt. Nach seiner Leidensgeschichte in den letzten Monaten ist der Champion zurück.
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