Kimi Antonelli auch in Monaco auf Pole: «Eine dieser magischen Runden»
Kimi Antonelli stellt auch in Monaco seinen Mercedes auf Pole! Der Italiener setzte sich in einem knallengen Finale gegen Max Verstappen (Red Bull Racing) durch. Charles Leclerc patzte, wurde nur 4.
Als es zählte, schlugen sie zurück! Am Trainingsfreitag war Mercedes noch dritte Kraft. Aber am Samstag die Verwandlung – zumindest für WM-Leader Kimi Antonelli. Der Italiener fuhr im FP3 auf Pole und sicherte sich dann in einem superengen Qualifying die Pole-Position. Und die ist in Monaco – sofern alles normal läuft – mehr als die halbe Miete für den Sieg. Es ist die erste Pole für Mercedes in Monaco seit 2019. Und die erste für Antonelli in Monte Carlo.
Antonelli in Monaco: Magische Runde!
Der Teenager sagte: «Es war eine dieser magischen Runden. Ich konnte alles zusammenbringen. Es war so knapp mit Max. Aber ich wusste, dass meine letzten Runde gut war und ich habe nur gehofft, dass es reicht. Danke an das Team, weil wir uns heute wirklich massiv verbessert haben.» Freitag hatte Ferrari noch klar die Nase vorn gehabt. Auch Red Bull Racing war Freitag vor den Silberpfeilen.
Antonelli über die Monaco-Quali: «Es ist wirklich intensiv, vielleicht das intensivste Qualifying im Jahr. Es ist eine Riesen-Anstrengung, weil man versucht, ans Limit zu kommen und alles rauszuholen. Die Wände kommen näher. Es ist nicht einfach, das Selbstbewusstsein zu haben. Ich habe mich heute morgen großartig gefühlt und bin froh, dass wir den Job heute erledigen konnten.»
Der junge Italiener: «Ich genieße das Fahren, das Auto, das Wochenende. Das war ein großer Schritt im Vergleich zum letzten Jahr. Ich freue mich sehr auf das Rennen.» Denn Überholen ist im Fürstentum bekanntermaßen äußerst schwierig.
So lief das Qualifying:
Kurz vor Schluss des ersten Qualifying-Abschnitts schlug Gabriel Bortoleto in der Nouvelle Chicane ein. Rote Flagge und lange Gesichter in der Audi-Garage! Die deutschen Boliden hatten eigentlich gar nicht mal schlecht ausgesehen. Für 2:11 min ging die erste Session nach sechs Minuten Unterbrechung dann noch weiter. Den Sprung ins Q2 verpassten beide Cadillacs (Perez 18. und Bottas 20.), beide Haas (Bearman 19. und Ocon 17.) sowie beide Aston Martin (Alonso und Stroll), die von Rang 21 und 22 starten. Gabriel Bortoleto schaffte ironischerweise mit seiner vor dem Crash gesetzten Zeit den Sprung ins Q2 – konnte da aber natürlich nicht starten, sicherte entsprechend Startplatz 16.
Im zweiten Abschnitt kamen dann die 1:12er-Zeiten rein – und wie. Die im Training noch so stark wirkenden Ferrari waren nur Vierter (Leclerc) und Sechster (Hamilton), schafften den Sprung ins Finale um die Pole aber locker. Neu auf den Top-Positionen: Red Bull Racing! Verstappen, in den zwei Freitags-Trainings noch jeweils Dritter, schnappte sich die Spitze im Q2 mit 1:12,499 min. Sein Teamkollege Isack Hadjar wurde Drittschnellster, dazwischen FP3-Sieger Kimi Antonelli. Raus nach dem Q2: Albon (11.), Sainz, Hülkenberg, Colapinto und Lindblad (15.).
Charles Leclerc hatte in seinem ersten Versuch im Q3 einen Fehler drin. Aber der zweite Versuch saß! 1:12,351 min und die neue Spitze. Doch das reichte nicht für die Pole-Position bei seinem Heim-GP! Erst zog Max Verstappen an ihm vorbei, war neuer Leader. Dann setzte sich Lewis Hamilton zwischen die beiden – und dann kam WM-Leader Kimi Antonelli! Der junge Italiener holte sich mit 1:12,051 min die Pole! Seine vierte in der Saison – auf der Jagd nach seinem fünften GP-Sieg der Saison. Leclerc touchierte auf seinem letzten Versuch die Wand, konnte sich nicht mehr verbessern und musste sich mit Startplatz 4 abfinden.
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