EWC Spa (4h): Regen wirft YART zurück, doch Fritz brilliert im Nassen!
Der angekündigte Regenschauer erreichte Spa: YART-Pilot Marvin Fritz zeigte einen beeindruckenden Stint im Nassen, doch BMW konnte die Führung behaupten. Sylvain Guintoli flog bei hohem Tempo ab.
Nach zwei Stunden Rennzeit führte BMW-Pilot Michael van der Mark das Feld an und kontrollierte die Spitze mit beeindruckend konstanten Rundenzeiten im Bereich von 2:20 Minuten. Der ehemalige Superbike-WM-Pilot setzte sich kontinuierlich von seinen Verfolgern ab, ehe er die Werks-BMW planmäßig an Markus Reiterberger übergab.
Nach zweieinhalb Stunden hatte BMW den Vorsprung bereits auf 13 Sekunden ausgebaut. Dahinter absolvierte Karel Hanika seinen zweiten Stint auf der YART-R1. Roman Ramos lag mit der Webike-Kawasaki bereits 43 Sekunden hinter der Spitze. Gleichzeitig wurde der Druck von hinten größer: Florian Marino rückte auf der Marc-VDS-Yamaha immer näher an die Kawasaki heran.
Markus Reiterberger spulte an der Spitze wie ein Uhrwerk Rundenzeiten im Bereich von 2:20 Minuten ab und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Karel Hanika behauptete für YART den zweiten Platz – mit Blick auf die Weltmeisterschaft ein äußerst erfreulicher Zwischenstand für die Titelverteidiger, denn die zu Rennbeginn gestürzten WM-Rivalen von SERT lagen weiterhin außerhalb der Top-15.
Highspeed-Crash von Sylvain Guintoli
Nach knapp drei Stunden Rennzeit kam es in Blanchimont zu einer Kollision zwischen Sylvain Guintoli auf der Autorace Ube BMW und Valentin Suchet von National Motos Honda. Nach ersten Informationen blieben beide Fahrer unverletzt.
Für Guintoli war es bereits der zweite Rückschlag des Tages, nachdem der Franzose schon in seinem ersten Stint zu Boden gegangen war. Für das BMW-Satellitenteam Autorace Ube entwickelte sich das Rennen in Spa damit zu einer großen Enttäuschung. Das Rennen konnte fortgesetzt werden, doch in der Wertung lag das Team viele Runden zurück.
Nach drei Stunden Rennzeit hatte das BMW-Werksteam seinen Vorsprung auf YART auf mehr als 20 Sekunden ausgebaut. Das Webike-Kawasaki-Team auf der dritten Position lag bereits rund eine Minute zurück. Weitere fünf Sekunden dahinter folgte die Marc VDS Yamaha, während F.C.C. TSR Honda mit einem Rückstand von weiteren 14 Sekunden den fünften Rang belegte. In der Superstock-Kategorie hatte sich Champion-Hert MRP BMW an die Spitze gesetzt und lag als Gesamtachter sogar mitten im Feld der EWC-Teams.
BMW profitiert vom Regen, YART muss Zusatzstopp einlegen
Nach 3:10 Stunden erreichte der angekündigte Regenschauer schließlich den Ardennen-Kurs und überraschte einige Fahrer. Es kam zu mehreren Stürzen, die Spitzenteams blieben jedoch von Zwischenfällen verschont. Nach und nach steuerten die Fahrer die Box an, um auf Regenreifen zu wechseln.
Markus Reiterberger meisterte die schwierigen Bedingungen souverän und brachte die führende Werks-BMW ohne Zwischenfall zum Boxenstopp. Der Vorsprung auf YART wuchs nach dem Reifenwechsel sogar auf 36 Sekunden an, weil YART unmittelbar vor dem Regenschauer zum regulären Stopp an der Box war.
Noch stärker profitierte allerdings Webike Kawasaki von den veränderten Bedingungen und machte wertvolle Zeit auf die Spitze gut. Für die Lokalmatadoren von Marc VDS verlief diese Rennphase dagegen weniger erfolgreich. Das belgische Team musste wie YART einen zusätzlichen Stopp einlegen, verlor eine Position an F.C.C. TSR Honda und fiel auf den fünften Platz zurück.
Nach dem Wechsel auf Regenreifen führte BMW weiterhin vor YART und Webike Kawasaki. Dahinter folgten F.C.C. TSR Honda und Marc VDS Yamaha. Auf den weiteren Plätzen lagen Tati Team AVA6 Honda, ERC Endurance BMW sowie das führende Superstock-Team Champion-Hert MRP BMW. Die Top-10 komplettierten Bolliger Switzerland und Team 18 Pompiers Yamaha, das ebenfalls in der Superstock-Kategorie antritt.
Marvin Fritz mit starker Regen-Performance
Nach dem Wechsel auf Regenreifen lagen die Rundenzeiten rund 20 Sekunden über dem Niveau der Trockenphase. Besonders Marvin Fritz kam mit den schwierigen Bedingungen hervorragend zurecht. Der YART-Pilot machte in seinem Stint deutlich Boden auf die führende BMW gut, die zu diesem Zeitpunkt von Steven Odendaal pilotiert wurde.
Der Kurs trocknete langsam ab, doch die Bedingungen waren weiterhin tückisch. Der Grip auf den weißen Linien überraschte einige Fahrer.
Kurz vor der Halbzeit: Kurs trocken genug für Slicks
Die führende BMW kam nach 3:52 Stunden in die Box. Steven Odendaal blieb auf dem Motorrad und verließ die Boxengasse mit Slicks. Auch YART kam zum Stopp an die Box und kopierte die Strategie von BMW: Marvin Fritz setzte seinen Stint fort und kehrte mit Trockenreifen auf die Strecke zurück. Bei Marc VDS gab es ein Problem: In der Box wurde an der Yamaha R1 gearbeitet. Gut sieben Minuten lang wurde an der Maschine mit der Nummer 99 gearbeitet, bevor Bo Bendsneyder auf die Strecke zurückkehren konnte. Dadurch rutschte Marc VDS aus den Top-15 heraus.
BMW-Pilot Steven Odendaal fuhr nach dem Wechsel auf Slicks eine sehr starke erste Runde und baute den Vorsprung auf YART um viele Sekunden aus. Damit verpuffte die von Marvin Fritz im Nassen gutgemachte Zeit innerhalb einer Runde.
Der Zwischenstand nach 4 Stunden Fahrzeit:
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BMW Endurance (Reiterberger, Van der Mark, Odendaal), BMW M1000RR, 98 Runden
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YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +1 Runde
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Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, +1 Runde
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F.C.C. TSR Honda (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R, +1 Runde
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Tati Team AVA6 Racing (Clere, Vinales, Di Meglio), Honda CBR1000RR-R, +2 Runden
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Champion-Hert MRP BMW (Cresson, Bühn, Kovacs), BMW M1000RR, +3 Runden
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ERC Endurance (Schrötter, Foray, Jähnig), BMW M1000RR, +3 Runden
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Team Bolliger Switzerland (Thöni, Toledo, Artigas), Kawasaki ZX-10RR, +3 Runden
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SERT (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R, +3 Runden
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Wojcik Racing (Gutierrez, Torres, Molik), Honda CBR1000RR-R, +3 Runden
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