Pedro Acosta über Marc Marquez: «Als hätte er noch mehr herausholen können»
Am MotoGP-Samstag am Balaton fuhr KTM-Ass Pedro Acosta zu seinem fünften Podestplatz der Saison 2026. Dass der zweite Sprintsieg noch ausfiel, lag am Auftritt von Marc Marquez. Acosta war beeindruckt.
Wir müssen weiterarbeiten! Es war nur eine kleine Handgeste, die Pedro Acosta in der Auslaufrunde des MotoGP-Sprintrennens in Ungarn in Richtung der an seinem Motorrad installierten Kamera machte, doch sie fasste das Rennwochenende der KTM-Speerspitze bis dahin treffend zusammen. Am Freitag hatte der Spanier im Zeitfahren die Bestzeit in den ungarischen Asphalt gebrannt. In beiden freien Trainings untermauerte die Nummer 37 ihren Anspruch auf Spitzenplätze mit zwei dritten Plätzen und am Samstag im Qualifikationstraining folgte der zweite Startplatz hinter Marc Marquez.
An dieser Reihenfolge änderte sich auch während des 13 Runden dauernden Sprintrennens nichts. Seinen Start hielt der Racer aus Murcia für verbesserungswürdig: «Der Beginn war nicht gut. In den ersten Kurven waren aber alle Fahrer besonders vorsichtig.» Im Geschlängel nach der Zielgeraden haben die MotoGP-Raketen auf der ungarischen Strecke ähnlich wenig Platz, wie auf dem Kurs nahe Montmelo, bei dem es beim letzten katalanischen MotoGP-Event zu mehreren Stürzen kam. Im weiteren Rennverlauf fand sich für den WM-Vierten kein Weg mehr heran an an die Nummer 93 in Ducati-Diensten, trotz konstanter Rundenzeiten Acostas. Zu souverän war der Auftritt des WM-Siebten Katalanen, der infolge einer Schulter-OP als nicht voll fit gilt und der im Vorfeld an das Event Ansprüche an Pole-Position und Rennsiege noch von sich gewiesen hatte.
Auch der Racer aus Murcia zeigte sich im Rahmen der Podiumszeremonie am Samstag überrascht: «Wie schnell Marc von Anfang an unterwegs war, war verblüffend! Es wirkte, als hätte er in einigen Runden noch mehr herausholen können.» Auch ein Überholmanöver des KTM-Asses gegen Marquez hätte am Ausgang wenig geändert: «So schnell wie Marc im letzten Sektor war und wie gut er der Lage war aus Kurve 4 herauszubeschleunigen, hätte ihm das eine Möglichkeit gegen mich eröffnet. Für mich ist der zweite Platz im Sprint ein gerechtes Ergebnis.»
Der Spanier bewertete sein eigenes Rennen mit einem lachenden und einem weinenden Auge: «Wir sind wieder auf dem Podium, damit müssen wir zufrieden sein!» Schließlich gäbe es auch im Grand Prix am Sonntag eine Siegchance. Einzige Voraussetzung: «Wir müssen uns am Sonntag einfach noch weiter steigern.»
Vor dem Grand Prix am Sonntag liegt Pedro Acosta in der Gesamtwertung weiterhin auf Rang 4. Der Rückstand auf den WM-Dritten Fabio Di Giannantonio beträgt nach dem achten Platz des Italieners im Sprintrennen noch 22 Punkte.
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