Energie und Sehvermögen fehlten: Joan Mir (Honda) lässt das hinter sich
Honda-Werksfahrer Joan Mir beendete das MotoGP-Zeittraining in Sepang am Freitag als Zehnter und schaffte es direkt ins Qualifying 2. Anschließend sprach der 29-Jährige über seine lange Krankheit.
Der Spanier Joan Mir holte sich mit Platz 10 am Freitag im Zeittraining der MotoGP in Malaysia die direkte Fahrkarte für das Qualifying 2 am Samstag. Der 29-jährige Honda-Werkspilot zeigte bei kniffligen Verhältnissen ein starkes Comeback nach seinen Problemen mit einer mysteriösen Erkrankung, die ihn sieben Wochen außer Gefecht setzte.
Damit war Mir schnellster Honda-Fahrer, knapp vor LCR-Haudegen Johann Zarco. «Ich bin sehr glücklich. Das ist ein unerwartetes Resultat, ich hatte nicht erwartet, in den Top-10 zu landen», erklärte der gut gelaunte MotoGP-Weltmeister von 2020 in kleiner Medienrunde, der im nächsten Jahr bei Gresini Ducati fahren wird. «Für den Samstag ist das ein großartiger Lohn für all die Arbeit, die ich in den vergangenen Wochen geleistet habe. Es bedeutet mir mehr, als ihr hier sehen könnt.»
Joan Mir ließ seine Honda zurückbauen
Mirs Teamkollege Luca Marini fand sich am Ende auf Position 17 und war 0,8 sec langsamer als der Spanier – zum Schnellsten Marc Marquez (Ducati) fehlen ihm 1,462 sec. «Das Bike ist im Prinzip das gleiche, wie ich es in Misano zurückgelassen habe», schilderte Mir. «Die Crew konnte ein wenig resümieren, wir gingen zum Setup zurück, mit dem wir zu Saisonbeginn gestartet sind. Das hat sehr geholfen, um auf diesem Level zu performen. Ich habe mich besser gefühlt auf dem Motorrad.»
Zur Beschaffenheit der Piste sagte Mir wie viele andere Fahrer auch: «Es kommen einige Steine aus dem Asphalt. Es ist am Limit, speziell auf den Geraden. Es sind auch einige tückische Kurven dabei, wie Nummer 1, 4, 9 und 12. Da müssen wir uns drauf einstellen.»
Joan weiß: «Körperlich werde ich erst am Samstag sehen, wie es mir geht. Mental fühle ich mich frisch nach dieser Pause, das ist sicher. Wegen der fehlenden Energie und dem Sehvermögen musste ich drei, vier Wochen komplett aussetzen. Das ist nicht ideal, weil man die Form verliert. Aber in den vergangenen eineinhalb Wochen konnte ich das wieder aufholen. Körperlich war es heute okay. Ich fuhr aber fast immer nur drei, vier, fünf Runden am Stück. Wir müssen sehen, wie es im Rennen sein wird – Sepang ist eine sehr intensive Piste.»
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