Starke Aufholjagd von Johann Zarco (10.): Bester Honda-Pilot in Österreich
Ob im Qualifying, Sprint oder im Hauptrennen – Johann Zarco hielt am MotoGP-Wochenende auf dem Red Bull Ring die Honda-Flagge hoch. Bemerkenswert war die Vorstellung des Franzosen am Sonntag.
Der Österreich-GP war das dritte Rennwochenende von Johann Zarco nach einer dreimonatigen Verletzungspause – der 36-Jährige hatte sich Mitte Mai in Barcelona bei einer Startkollision mit Pecco Bagnaia (Ducati) eine schwere Verletzung am linken Knie zugezogen. Der Franzose scheint immer besser in Schwung zu kommen: Auf dem Red Bull Ring pilotierte Zarco als Zehnter im Qualifying, Siebter im Sprint und als Zehnter im Hauptrennen jeweils die beste Honda.
Die erste Runde war tückischJohann Zarco
Allerdings hat der Haudegen sein Ziel für das Sonntagsrennen verfehlt. Er war zuversichtlich, einen weiteren siebten Platz einfahren zu können. Doch nach einer schlechten Startrunde konnte der LCR-Pilot dieses Vorhaben abhaken.
«Insgesamt war es ein starkes Wochenende und Platz 10 war das beste Ergebnis, das ich erreichen konnte», sah Zarco ein. «Denn ich hatte in der erste Runde sehr viele Positionen verloren – das lag nicht an einem schlechten Start, sondern danach die Schikane und die Kurven 3 und 8 waren tückisch. Ich hatte gar nicht die Gelegenheit, die anderen unter Druck zu setzen oder gar zu überholen, weil es sich nicht sicher anfühlte. Die anderen berührten sich und kämpften, aber ich fiel auf Platz 17 zurück. Mein Rennen fing in der zweiten Runde an und ab dem Zeitpunkt, fühlte es sich gut und sicher an. Der Reifendruck stimmte und ich kam immer besser in Schwung und fing an zu überholen. Schritt für Schritt fuhr ich so nach vorn.»
Die Aufholjagd führte Zarco unter anderem vorbei an seinen Honda-Kollegen Diego Moreira und Luca Marini sowie Álex Márquez (Ducati), Enea Bastianini (KTM) und seinem Landsmann Fabio Quartararo (Yamaha). Nach 28 Runden hatte der Routinier Zarco 16,266 sec Rückstand Sieger Pedro Acosta (KTM). Zarco ist mit seiner Leistung zufrieden.
«Ich versuchte noch, an Diggia vorbeizukommen, aber unsere Pace war zu ähnlich», erzählte der Honda-Pilot. «In den letzten Runde wurde Bastianini wieder stärker und das war eine Herausforderung, um durch Anpassung des Fahrstils den Speed hochzuhalten und ihn hinter mir zu halten, denn mein Hinterreifen war am Ende. Ein schönes Wochenende, an dem ich mich konkurrenzfähig fühlte und Spaß hatte.»
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