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Jorge Martin fragt: Wer kennt sich mit der RS-GP aus?
MotoGP-Weltmeister Jorge Martin steht schon jetzt vor einer großen Herausforderung. Der neue Aprilia-Held ist nur einer von vielen Neulingen im Team. Etliche Spitzentechniker sind währenddessen von Bord gegangen.
MotoGP
Im Artikel erwähnt


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Während Spaniens neuer MotoGP-Weltmeister Jorge Martin den Gewinn des Titels verarbeitet und angemessen feiert – erst am Wochenende stand mit der Gala der FIM ein weiterer feierlicher Meilenstein auf der Agenda – laufen in den Technik-Abteilungen bereits mit Hochdruck die Arbeiten zur neuen Saison.
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Auf der technisch überlegenen Ducati-Seite wird alles dafür getan, die heilige Desmosedici-Kuh im Detail weiter so zu perfektionieren, dass sich der gegenwärtige Vorsprung mindestens bis zur Einführung des neuen Regelwerks zur Kampagne 2027 halten lässt. Helfen sollte Ducati Corse dabei der verhängte Entwicklungsstopp für die Antriebe der Prototypen. Gelingt das Kunststück, sind die Favoriten mit Pecco Baganaia und Marc Marquez in der gleichen Box schnell ausgemacht. Die Rolle eines Enea Bastianini als Sicherungs-Offizier dürfte mit dem Kaliber Fabio Di Giannantonio gut abgedeckt sein. Dazu werden drei konkurrenzfähige GP24 (Alex Marquez, Fermin Aldeguer und Franco Morbidelli) die Basis für eine erfolgreiche Titelverteidigung unter den Herstellern sein. Und Aprilia? Nach dem Einkauf des Weltmeisters, der erst nach dessen Absage der Roten zustande gekommen war, hat Rennleiter Massimo Rivola den cleversten und schnellsten Piloten des abgelaufenen Jahres an Bord.
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Ansonsten – erschreckende Leere in der Box der Werksmannschaft. Nicht vorhanden ist ein direkter Teamkollege, der bereits Erfahrungen mit der RS-GP gemacht hat. Marco Bezzecchi kommt mit der gleichen Ahnungslosigkeit wie Jorge Martin. Beide Fahrer sind während ihrer MotoGP-Karriere ausschließlich Ducati gefahren.
Der einzige RS-GP-Profi in Aprilia-Diensten heißt Raul Fernandez, ist 24 Jahre jung, 16. der WM 2024 und für Trackhouse Racing aktiv. Fort sind auch die beiden Crew-Chiefs der Ära Vinales-Espargaro. Manuel Cazeaux zog bereits mit "Top Gun" Vinales in die Tech3-Garage ein. Antonio Jimenez, enger Vertrauter und von vielen als RS-GP-Mastermind betrachtet, hängte sich an Freund und Schützling Espargaro an – das Duo unterstützt bereits die Entwicklung der Honda RC 213V.
Gleiches macht eine weitere Schlüsselfigur. Romano Albesiano und damit jener Cheftechniker, der dem Bike aus Noale den notwendigen Speed antrainierte, hat ebenfalls bei Gigant Honda angedockt. Formell hat Aprilia für guten Ersatz gesorgt. Bereits im Amt ist Fabiano Sterlacchini. Der Italiener war jahrelang enger Vertrauter von Gigi Dall’Igna bei Ducati Corse und zuletzt für das Projekt der Österreicher tätig. Ein Spitzenmann, der aber überhaupt keine Erfahrung mit seinem neuen Forschungsobjekt hat. Das lässt sich auch von Daniele Romagnoli behaupten. Romagnoli leistete als Crew-Chef bei Pramac entscheidende Hilfe für den Titelgewinn des Martinators – und den Treue-Eid. Der Italiener steht nun im Aprilia-Shirt neben Martin – und ist aktuell ebenfalls noch auf der Suche nach der Bedienungsanleitung der RS-GP.
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Kompliziert ist die Ausgangslage nicht allein wegen des personellen Neustarts des Aprilia-Werksteams. Fakt ist, die letzte Ausbaustufe der RS-GP war nicht mehr an der Spitze zu finden. Aprilia musste sich im Finale der Saison klar hinter KTM einreihen und ist damit formell dritte Kraft bei den Herstellern. Bester Solist war Maverick Vinales; WM-Position 7. Nach dem fulminanten Doppelsieg durch den Spanier in Austin – Vinales hatte hier die überragende Traktion seiner Maschine bejubelt – versackte das Team dann stellenweise im Mittelfeld. Ein Phänomen, das sich weder die Piloten noch die Technik-Mannschaft erklären konnte. Zusammengefasst: Der Weltmeister ist Teil eines unfreiwilligen Restrukturierungsprozesses und Fahrer eines durchschnittlich guten MotoGP-Renners. Der Spanier muss alles darauf setzen und hoffen, dass es den neuen Technikern an seiner Seite gelingt, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Zugleich nimmt die Situation auch Druck vom Weltmeister. Denn sollte der "Martinator" nicht aus dem Stand um Siege mit der Aprilia kämpfen, dann sind die Schuldigen schnell gefunden. Jorge Martin hat sich selbst 2025 nicht viel zu beweisen. Die gesamte Konstellation schafft ausreichend argumentative Puffer im Falle einer sportlichen Schlappe. Zu verschmerzen wäre das allerdings nur wenn das Team auch aus eigener Kraft den Weg auf die Siegerstraße findet.
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Gelingt das Wunder von Noale und man bietet den Gegnern aus Bologna die Stirn, könnten sich alle neuen Akteure doppelt feiern. Scheitert das Projekt auf Sicht, dann ist die Gefahr zugleich sehr hoch, dass die Karriere des MotoGP-Weltmeisters 2024 in den nächsten zwei Jahren zwischen den Ducati-Rennern zermahlen wird. Hoffnung gibt es bereits jetzt. Denn der erste Testtag der neu aufgestellten Aprilia-Mannschaft war kein Fiasko. Sowohl Jorge Martin als auch Marco Bezzecchi spulten viele Runden ohne Defekte ab und landeten nach der Premiere mit gut einer Sekunde Rückstand auf die Bestzeit auf den Rängen 11 und 13. Zu langsam zum Jubeln – zu schnell zum Fluchen, so das inoffizielle Fazit nach Tag 1. Nach objektiver Betrachtung der Situation in der Aprilia-Box sind ernste Sorgen der Jorge-Martin-Community um die Siegfähigkeit ihres Helden sehr berechtigt. Spätestens nach dem wichtigen offiziellen Test aller Hersteller im kommenden Februar in Sepang wird die Situation dann mit weiteren Messdaten unterfüttert. Ergebnisse MotoGP-Test Barcelona (19. November):
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1. Alex Márquez (E), Ducati, 1:38,803 min 2. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,396 sec 3. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +0,595 4. Marc Márquez (E), Ducati, +0,651 5. Raúl Fernández (E), Aprilia, +0,668 6. Brad Binder (ZA), KTM, +0,705 7. Franco Morbidelli (I), Ducati, +0,762 8. Alex Rins (E), Yamaha, +0,765 9. Pedro Acosta (E), KTM, +0,768 10. Johann Zarco (F), Honda, +0,813 11. Jorge Martín (E), Aprilia, +1,056 12. Maverick Viñales (E), KTM, +1,084 13. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +1,192 14. Aleix Espargaró (E), Honda, +1,204 15. Joan Mir (E), Honda, +1,267 16. Enea Bastianini (I), KTM, +1,279 17. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +1,335 18. Luca Marini (I), Honda, +1,429 19. Michele Pirro (I), Ducati, +1,683 20. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +1,761 21. Ai Ogura (J), Aprilia, +2,143 22. Jack Miller (AUS), Yamaha, +2,222 23. Somkiat Chantra (TH), Honda, +2,492 24. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +8,793
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