MotoGP, Q2: Nerven aus Stahl – Marc Márquez (Ducati) nach Sturz auf Pole
Das Qualifying 2 der MotoGP auf dem Balaton Park Circuit begann mit Stürzen dramatisch. Davon unbeirrt brauste Ducati-Star Marc Márquez auf Pole-Position. Startplatz 2 eroberte KTM-Pilot Pedro Acosta.
Zehn Piloten hatten sich im Zeittraining am Freitagnachmittag direkt für das Q2 eingeschrieben, über den Umweg des Q1 ergänzten Pecco Bagnaia (Ducati) und Luca Marini (Honda) das Dutzend, die beim Meeting auf dem Balaton Park Circuit die Pole-Position unter sich ausmachten.
Als Favoriten galten neben Pedro Acosta (KTM), der im Zeittraining in 1:36,827 min die bisher schnellste Runde fuhr, die Ducati-Piloten Marc Marquez und Fabio Di Giannantonio sowie Aprilia-Star Marco Bezzecchhi. Márquez zählte sich für den Ungarn-GP drei Wochen nach Operationen an Fuß und Schulter selbst nicht zum engsten Kreis der Favoriten, doch für das Qualifying musste man den Weltmeister auf der Rechnung haben.
Bei Beginn der finalen Qualifying-Session um 11:15 Uhr waren die Bedingungen ideal. Bei angenehmen 22 Grad Celsius schien die Sonne von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Die MotoGP-Helden hatten 15 Minuten Zeit, um die bestmögliche Rundenzeit in den 39 Grad warmen Asphalt zu brennen.
Für den ersten Versuch rückten die Teamkollegen Márquez und Bagnaia gemeinsam aus. Aber in Kurve 1 der ersten fliegenden Runde überschlugen sich die Ereignisse: Marquez rutschte in Kurve 1 auf der Bremse das Vorderrad weg. Während dahinter Bagnaia unbeirrt weiterfuhr, rutschte Di Giannantonio auf dieselbe Weise aus! Die beiden Ducati-Piloten klaubten ihre Motorräder auf und nahmen das Q2 wieder auf. Für die erste ansprechende Rundenzeit sorgte deweil Acosta mit einer 1:37,419 min.
Bei Halbzeit führte KTM-Pilot Acosta vor Ducati-Privatier Fermin Aldeduer und Aprilia-Ass Jorge Martin. Giannantonio hatte mit 0,5 sec Rückstand die fünftbeste Rundenzeit gefahren; Márquez lag nur an zehnter Stelle. Aber während die meisten Piloten die Boxengasse ansteuerten, legte Márquez noch eine schnelle Runde nach und verbesserte sich vor dem finalen Run auf Platz 2.
Bei noch sechs Minuten gingen die MotoGP-Stars mit einem frischen Hinterreifen wieder auf die ungarische Piste. Bei Acosta und Bezzecchi blitzten Sektorbestzeiten auf, aber nur der KTM-Pilot zog die Runde durch und markierte in 1:36,888 min die erste Rundenzeit unter 1:37 min. Giannantonio verbesserte sich bei noch zwei Minuten auf Platz 2 – aber mit 0,538 sec Rückstand!
Nun war aber Márquez dran und mit ordentlich Wut im Bauch brachte der Ducati-Star in 1:36,794 min vier Sektorbestzeiten ins Ziel. Anschließend steigerte sich Márquez auf eine 1:36,791 min und am Ende auf eine 1:36,785 min – jede einzelne Runde hätte für die Pole-Position gereicht!
Auf Platz 2 nimmt Acosta Aufstellung. Nur die beiden Spanier fuhren unter 1:37 min. Die erste Startreihe komplettiert Aldeguer. Reihe 2 besteht aus Di Giannantonio, Bagnaia und Bezzecchi.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach