Miguel Oliveira: «Rookie-Titel steht nicht im Fokus»
Miguel Oliveira zählte auf der Red Bull Tech3-KTM beim Sepang-Test zu den positiven Überraschungen. Der MotoGP-Rookie ist gespannt auf den heute um 14 Uhr beginnenden Katar-Test.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
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Der Moto2-Vizeweltmeister Miguel Oliveira (23) blieb mit seiner KTM RC16 aus dem Red Bull Tech3-Team beim Sepang-MotoGP-Test (6. bis 8. Februar) den prominenten Markenkollegen Johann Zarco (Platz 17) und Pol Espargaró (Platz 18) dicht auf den Fersen. Der Portugiese büßte als Gesamt-Neunzehnter allerdings 1,7 sec auf die Bestzeit von Danilo Petrucci/Ducati ein.
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Miguel, du hast dich in Malaysia gegenüber den ersten MotoGP-Tests im November stark verbessert. Wie lautet dein Resümee vor dem zweiten Test in Katar, der heute beginnt? Ja, in Sepang sind uns nette Fortschritte gelungen. Es war positiv, so nahe an den zwei Werkspiloten dran zu sein. Erfreulich war aber auch, dass wir auch mit gebrauchten Reifen bei den Rundenzeiten einen guten Level halten konnten.
Es ist gut, wenn wir uns auch auf die Renndistanz vorbereiten. Diese Strategie werden wir auch beim Katar-Test im Auge behalten.
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Wir werden nicht in erster Linie auf die einzelne Rundenbestzeit achten. Klar, das ist auch wichtig. Wir müssen aber auch beobachten, wie sich das Motorrad am Ende der Renndistanz benimmt,
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Wir haben uns Ende November unmittelbar nach deinem zweiten MotoGP-Test in Jerez unterhalten. Du warst dort 24. und Letzter, hast 2,6 sec auf die Bestzeit verloren und warst ziemlich zerknirscht. Denn die anderen Rookies waren deutlich schneller, ihre Bikes von Yamaha und Ducati sind ausgereifter als die KTM.
Ja, eine Sache ist es, über den Rookie-of-the-Year-Titel nachzudenken, wenn du ähnliche Waffen hast oder in einer ähnlichen Situation steckst. Natürlich ist es willkommen, wenn ich diese Titel gewinnen kann. Aber das ist nicht mein Hauptfokus. Mein Fokus ist es, meine Arbeit mit dem Team und der KTM-Gruppe zu verrichten. Und da werden Johann Zarco und Pol immer meine Messlatte sein. Daran werde ich denken.
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Wenn ich vor den anderen Rookies ins Ziel komme, wird das sicher ein Bonus sein. Aber darauf will ich mich nicht konzentrieren. Du hast im November über das mangelnde Vertrauen zum Vorderreifen geklagt. Das ist spürbar besser geworden? Ja, WP hat ein paar neue Komponenten zum Test gebracht, ich bin recht glücklich darüber. Wir haben viele unterschiedliche Lösungen getestet. Ich bin happy mit dem Feeling, das ich jetzt mit der Front habe. Aber es ist schwierig für mich festzuhalten, was uns am Motorrad noch fehlt, weil wir bisher das Potenzial dieser Maschine noch nicht ausgeschöpft habe.
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Es fehlt der Speed über eine einzelne Runde? Ja. In Sepang waren vier Ducati an der Spitze. Repsol-Honda war nicht in bester Verfassung, den Márquez war angeschlagen, Lorenzo fehlte verletzt. Dafür ist Yamaha stärker geworden. Wie lautet deine Bilanz, was die Gegner betrifft? Unser Ziel muss sein, mehr auf die Aprilia-Fahrer zu achten, denn sie könnten in einer ähnlichen Situation starten wie wir. Dann sollen wir die starken Satellitenteams angreifen und versuchen, sie zu besiegen.
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Das wäre ein guter erster Schritt. Danach könnten wir an die andern denken. Aber es stimmt: In Sepang waren vier Ducati vorne, Yamaha ist stark, Honda wird vorne dabei sein mit Marc und Jorge. Suzuki ist mit Alex Rins sehr stark. Er hat auch eine anständige Rennpace vorgelegt. MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 6. bis 8. Februar,
kombinierte Zeitenliste: 1. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,239 min 2. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,063 sec 3. Jack Miller, Ducati, + 0,127 4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,299 5. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,405 6. Cal Crutchlow, Honda, + 0,541 7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,783 8. Franco Morbidelli, Yamaha, +0,902 9. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,909 10. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,916 11. Marc Márquez, Honda, + 0,931 12. Alex Rins, Suzuki, + 0,941 13. Stefan Bradl, Honda, + 1,129 14. Tito Rabat, Ducati, + 1,246 15. Joan Mir, Suzuki, + 1,247 16. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,258 17. Johann Zarco, KTM, + 1,401 18. Pol Espargaró, KTM, + 1,512 19. Miguel Oliveira, KTM, + 1,710 20. Karel Abraham, Ducati, + 2,139 21. Andrea Iannone, Aprilia, + 2,271 22. Mika Kallio, KTM, + 2,284 23. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,527 24. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 2,726 25. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,751 26. Bradley Smith, Aprilia, + 2,756 27. Yamaha Test 2 (Jonas Folger), Yamaha, + 3,004 28. Takuya Tsuda, Suzuki, + 5,037
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