MotoGP, FP2: Crash von Marc Marquez (1.) – Lebenszeichen von Pecco Bagnaia
Im FP2 der MotoGP in Spielberg war Marc Marquez der Schnellste. Kurz vor dem Ende der Session stürzte der Champion. Auf 2 und 3 landeten Jorge Martin und Pedro Acosta. Pecco Bagnaia 5.
Am Freitag gab Pedro Acosta den Ton an auf dem Red Bull Ring, der Heimstrecke von Arbeitgeber KTM. Der Spanier erzielte sowohl im FP1 am Vormittag als auch im Zeittraining am Nachmittag die Bestzeit. Dass die RC16 auf der österreichischen Rennstrecke sehr gut funktioniert, ist keine Überraschung. Schließlich wurden dort viele Testkilometer absolviert – der Stop-and-Go-Charakter kommt dem Paket entgegen.
Trotz des perfekten Starts in das MotoGP-Wochenende in Spielberg will sich Acosta keinen Druck machen. Sein erster Grand-Prix-Sieg ist längst überfällig. Ob es am Sonntag so weit ist, hängt von vielen Faktoren an – vor allem auch von Ducati und Aprilia. Die Ränge 2 bis 6 belegten im Zeittraining Fermin Aldeguer, Ai Ogura, Marc Marquez, Jorge Martin und Fabio Di Giannantonio. Dann folgte auf Position 7 Acostas Teamkollege Brad Binder, der sich wohlzufühlen scheint auf dem Red Bull Ring. Gresini-Ass Alex Marquez hatte einen heftigen Abflug am Ausgang von Kurve 1. Er blieb unverletzt, seine Ducati war aber in keinem guten Zustand nach dem Crash.
Vor den Qualifying-Sessions findet am Samstag in der MotoGP-WM das zweite freie Training statt. In diesem geht es darum, wichtige Abstimmungsarbeiten für das Q1 bzw. Q2 und das Sprintrennen vorzunehmen.
Zum Start des FP2 um 10.10 Uhr präsentierte sich der Himmel über der steirischen Rennstrecke bewölkt. In der Nacht hatte es geregnet, die Piste war mittlerweile fast komplett aufgetrocknet – einige nasse Stellen hatte es allerdings noch. Die Lufttemperatur betrug frische 15 Grad Celsius. Der Asphalt hatte sich auf nur 16 Grad aufgewärmt.
Als Erster fuhr Aprilia-Ass Marco Bezzecchi auf die Strecke – mit Slicks. Asse wie Pedro Acosta, Brad Binder, Jorge Martin oder Marc Marquez warteten ab. KTM-Testfahrer Pol Espargaro war mit Regenreifen unterwegs. In den ersten Minuten drehten nur sieben Fahrer – Toprak Razgatlioglu, Takaaki Nakagami, Bezzecchi, Raul Fernandez, Alex Rins, Espargaro und Franco Morbidelli – ihre Runden.
Nach fünf Minuten führte Honda-Testfahrer Nakagami die Session. It 1:39,145 min an. Kurz danach fuhr Toprak in 1:35,482 min eine neue Bestzeit. Nach neun Minuten starteten auch Pecco Bagnaia und Ai Ogura, der in Spielberg sein Comeback gibt, in die Session.
Die Rundenzeiten wurden schneller – die Reigenfolge nach zehn Minuten: Fernandez (1:31,548 min), Toprak, Nakagami, Bezzecchi, Rins, Morbidelli, Bagnaia, Espargaro und Ogura.
Nach 13 Minuten setzte sich Nakagami in 1:31,248 min an die Spitze. Jack Miller und Diogo Moreira starteten in den Arbeitstag.
Zur Halbzeit der 30-minütigen Session herrschte reger Betrieb – der Rest des Feldes fuhr nach und nach auf die Strecke. In der Zwischenzeit hatte Bagnaia in 1:30,590 min eine neue Bestzeit erzielt.
Nach 20 Minuten verbesserte Bagnaia seine Bestzeit auf 1:30,093 min. Direkt dahinter: Acosta in 1:30,907 min. Die Strecke war stellenweise immer noch nass. Dann preschte «Diggia» auf Rang 2 nach vorn.
Zwei Minten später fuhr Martin die zweitschnellste Zeit. Er war um knapp zwei Zehntel langsamer als Bagnaia. Marc Marquez war neuer Sechster.
Fünf Minuten vor dem Ende fuhr Martin in 1:29,865 min eine neue Bestzeit. Johann Zarco preschte auf Rang 5 vor. Kurz danach fuhr Fermin Aldeguer die viertschnellste Zeit.
Mit zwei Minuten vor der Uhr setzte sich Marc Marquez in 1:29,663 min an die Spitze. Eine Runde später stürzte der Champion in Kurve 1. Es war ein leichtsinniger Fehler, was ihn ärgerte. Seine Ducati-Lenovo-Crew wird viel Stress haben, um das Nummer 1-Bike von MM93 wieder flott zu kriegen.
An die Zeit von Marc Marquez kam niemand mehr heran. Martin wurde Zweiter und Pedro Acosta musste sich das erste Mal an diesem Wochenende geschlagen geben – er beendete das FP2 auf Platz 3.
Vierter wurde Fermin Aldeguer. Pecco Bagnaia zeigte mit Rang 5 ein Lebenszeichen. Fabio Quartararo, Alex Marquez, Enea Bastianini, Johann Zarco und Raul Fernandez komplettierten die Top-10. Marco Bezzecchi beendete die Session auf Platz 15.
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