Brad Binder im Einklang mit seiner RC16: «Viel besserer Tag als zuletzt!»
MotoGP-Ass Brad Binder schaffte am Freitag auf dem Red Bull Ring den direkten Einzug ins Q2. Der KTM-Pilot schilderte, woraus er Vertrauen schöpft und wo er seine Chancen und Stärken sieht.
Platz 14 im ersten freien Training, dann im Zeittraining ein großer Schritt nach vorn: Mit Rang 7 gelang Brad Binder am Freitag in Spielberg der direkte Einzug ins Q2 am Samstag. Damit ist dem Südafrikaner bereits am Freitag ein besserer Startplatz sicher als beim letzten MotoGP-Wochenende in Misano. Dort war der 31-Jährige nur von Rang 19 in Sprint- und Sonntagsrennen gestartet – als schwächster Pilot auf einer KTM. In beiden Rennen ging es weiter nach vorn, jedoch war bei den Rängen 14 und 11 Schluss:
«Ich war nach Misano unglaublich enttäuscht. Es war, als würde man gegen eine Wand fahren. Darum wollte ich hier am Freitag zuallererst fahren, um Konstanz in meine Runden zu bekommen und meinen Rhythmus zu finden», erklärte Binder. «Wenn das für den zehnten Platz gereicht hätte, dann wäre das gut gewesen. Und wenn es nur für den fünfzehnten Platz gereicht hätte, dann wäre auch das okay gewesen.»
So weit hinten im Feld dürfte sich KTMs erster MotoGP-Sieger an diesem Wochenende jedoch nicht verrotten. Grund dafür ist auch sein Arbeitsgerät: «Der Freitag war ein wesentlich besserer Tag, als ich ihn zuletzt immer wieder hatte und ich bin unglaublich glücklich, direkt ins Q2 eingezogen zu sein», war Binder erleichtert. «Unser Motorrad funktioniert hier viel besser, ich habe mich von den ersten Runden am Vormittag an wohlgefühlt. Und dadurch, dass wir hier am Hinterrad eine andere Reifenmischung verwenden, habe ich nicht die Probleme mit dem Vorderrad, die ich normalerweise habe. Das gibt mir Vertrauen.»
Binder: «Es macht mehr Spaß, nur nach ein paar Sekundenbruchteilen als nach einer ganzen Sekunde zu suchen»
Vertrauen in seine RC16, das dem ehemaligen Moto3-Weltmeister als Basis für den weiteren Verlauf des Wochenendes dienen soll: «Damit haben wir am Samstag im zweiten freien Training viel bessere Möglichkeiten, uns vorzubereiten. Es macht mehr Spaß, nur nach ein paar Sekundenbruchteilen als nach einer ganzen Sekunde zu suchen.» Zehntelsekunden machen im Qualifying in der MotoGP in der Regel mehrere Startplätze aus. Potenzial, das Binder durchaus sieht: «Ich glaube, dass wir noch viel finden können. Unsere größte Stärke haben wir auf der Bremse, und der Kurvenausgang klappt hier besser als je zuvor.» Der KTM-Werkspilot blickte zudem gleich zwei Schritte voraus: «Und wenn wir ein ordentliches Qualifying hinbekommen, müssen wir uns darum kümmern, gut durch die Rennen zu kommen.»
Bevor es am Samstag im Sprintrennen erstmals an diesem Wochenende um Punkte geht, liegt Brad Binder auf Rang 13 in der WM-Tabelle. Mit 83 Zählern fehlen ihm neun Punkte auf Markenkollege Enea Bastianini.
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