Bezzecchi (Aprilia) nach Platz 9: «Keine Panik, heute ist erst Freitag»
Dass Marco Bezzecchi nach Tag 1 in Österreich das Q2 als Neunter nur knapp erreicht hatte, brachte den Dritten der MotoGP-Tabelle nicht ins Schwitzen. Der Italiener bedankte sich bei seinem Team.
Ein Hundertstel – um so viel Zeit war Honda-Pilot Luca Marini langsamer als Aprilia-Werksfahrer Marco. Während Marini als Elfter in die Q1-Röhre schaute, war Bezzecchi als Neunter sicher im zweiten Qualifying. Nach dem einstündigen Zeittraining schilderte Bezzecchi erleichtert die Situation: «Ziel war es, ins Q2 zu kommen – das haben wir geschafft, also bin ich sehr zufrieden. Aber der Weg dorthin war kein leichter.»
Marco Bezzecchi weiter: «Wir haben den Tag über gute Arbeit geleistet, aber im Zeittraining, als wir attackieren mussten, habe ich einige Fehler gemacht. Auch nach der roten Flagge. Ich wollte mit den identischen Reifen wieder rausgehen, aber ich habe die Attacke nicht nutzen können und dann wurde es richtig eng. Doch dank meines Teams hat es noch geklappt, sie haben in der Situation super gearbeitet und ich konnte noch einmal rausgehen.»
Danach blieben Bezzecchi auf die Sekunde zwei Runden, die reichten, um sich auf die Endzeit von 1:28,811 min zu steigern. Verglichen mit den Resultaten zuletzt und auch am Spielberg las sich das ernüchternd – 2025 parkte Bezzecchi die RS-GP auf Startplatz 1 und vor einer Woche lieferte der Racer aus Rimini ebenfalls die schnellsten Zeiten über eine Runde.
«Bez» entgegnete entspannt: «Keine Panik – es ist erst Freitag. Wir sind es gewohnt, uns durch das Wochenende zu arbeiten. Wir haben Zeit – werden uns heute Abend zusammensetzen und die nächsten Schritte besprechen. Und – wir sehen ja, wie eng es zusammenliegt. Mit Ausnahme von Pedro, der heute in einer eigenen Welt fuhr, sind wir ja eng beisammen.»
Korrekt. Auf Platz 3 und Markenkollege Ai Ogura fehlen zwei Zehntel – 19 MotoGP-Piloten fuhren im Spielberg-Zeittraining in einem Zeitfenster von 0,9 Sekunden.
Eine Besonderheit des Red Bull Rings
Marco Bezzecchi mit der abschließenden Analyse vor dem Sprint-Samstag in Österreich: «In der Basis fühlt sich das Motorrad auch von den Reifen her sehr vergleichbar mit dem Vorjahr an. Schwierig ist, den vorderen Reifen richtig zu belasten – und zwar im zentralen Bereich. Das ist eine Besonderheit dieser Strecke. Ganz exakt zu verzögern und das Motorrad stabil zu halten, ist eine Herausforderung.» Bezzecchi dokumentierte das auch mit einem herzhaften Besuch im Kies außerhalb der Kurve. Der WM-Dritte überstand den Ausritt aber ohne Umfaller.
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