Bagnaia (Ducati) auf dem Red Bull Ring: «Kopf runter und weiter probieren»
Bislang fanden Ducati und Pecco Bagnaia auch in Österreich keinen Weg aus der Grip-Krise. Während vier Desmo-Piloten den Weg in Q2 fanden, muss Bagnaia den MotoGP-Samstag wieder von hinten aufrollen.
Die sportliche Misere von Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia hält auch beim Österreich-Grand-Prix an. Nach dem GP-Crash im MotorLand Aragon und insbesondere nach dem Fiasko beim Heim-Event in Misano – auch hier endete die Veranstaltung ohne WM-Punkt und mit weiteren Kratzern an Bike und Ego – hofft der Italiener auf eine Trendwende in der Steiermark.
Die Versuche verliefen bislang ernüchternd. Sowohl das FP1 als auch das wichtige Zeittraining endeten auf dem bitteren Rang 18. Immerhin: Im Zeittraining war der Rückstand auf Spitzenreiter Pedro Acosta (KTM) von 1,1 auf 0,88 Sekunden zurückgegangen. Dennoch: Kein anderer Ducati-Pilot war langsamer. Teamkollege Marquez geht als Vierter ins Q2. Noch besser macht es Fermin Aldeguer auf Platz 2 und auch Di Gianntonio (6.) und Alex Marquez (8.) kamen einwandfrei in den Österreich-GP.
Pecco Bagnaia's Auftritt gegenüber den Medien verlief entsprechend neutral. Die Probleme, die den Doppelweltmeister seit dem Assen-GP quälen, sind auch auf der Speed-Strecke vorhanden. Bagnaia, Sieger des Österreich-GP 2024: «Die Situation ist unverändert. Das Gefühl, das ich brauche, fehlt. In der Phase der Verzögerung geht der Grip hinten verloren und dann passt der Kurveneingang nicht mehr.»
Nüchtern gab der Lenovo-Pilot die Parole für den Sprint-Samstag aus: «Es hilft nichts – es gilt, den Kopf weiter runterzunehmen und alles zu versuchen, zu verstehen.» Und doch will man auch in dieser Situation, in der die Nummer 63 auf Platz 9 der WM abgefallen ist, keine radikalen Maßnahmen. Bagnaia bestätigte: «Wir werden am Samstag keine sehr großen Änderungen am Motorrad vornehmen.»
Die Situation um Pecco Bagnaia bleibt also spannend wie kurios, auch weil es in Bälde zum Rennen nach Motegi geht. Vor einem steckte Bagnaia in einer vergleichbaren Grip-Krise mit Platz 8 in Spielberg und einer Nullnummer in Misano, um dann in Japan aus dem Nichts doppelt zu triumphieren.
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