Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies: «Max Verstappen hat Recht damit»
Red Bull Racing arbeitet mit voller Kraft im Hintergrund an einem Problem am Auto. Wie der Fahrplan für die Lösung aussieht und welche ersten Fortschritte schon jetzt erkennbar sind.
Bei Red Bull Racing hat man derzeit eine komplizierte Mission auf der To-Do-List: Max Verstappen hatte immer wieder davon gesprochen, dass sein Auto sich abnutze. Normalerweise nutzen sich Reifen ab oder bauen während eines Rennens bzw. eines Stints ab. Der Niederländer wählte aber die Analogie des abbauenden Autos. Das Problem trete vor allem an der Hinterachse auf. Was hat es mit diesem mysteriösen Problem auf sich, das schon länger auftritt, aber das zu lösen offenbar eine große Herausforderung ist?
Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies sagte nach dem Madrid-Rennen, in dem sein Schützling Max Verstappen ja immerhin beachtlicher Zweiter wurde: «Ich glaube nicht, dass wir erklären werden, worum es sich dabei handelt und wie wir das Problem beheben werden.» Die Details sollen also intern bleiben und nicht an die Öffentlichkeit. Üblich in der Formel 1.
Mekies: «Ich denke, Max hat Recht damit, dass es im Verlauf einer Session und eines Rennens zu einem Leistungsabfall des Autos kommt. Er hat Recht, wenn er sagt, dass dies kein neues Problem ist. Wir schlafen aber nicht einfach darauf. Wir haben versucht, das Problem auf verschiedene Weise anzugehen. Natürlich halte ich es für ein komplexes Problem, sonst wären wir ihm schon längst auf den Grund gegangen.»
Wird auch nächstes Jahr Thema sein!
Der französische Ingenieur: «Alle gehen sehr konstruktiv damit um und versuchen, Schritt für Schritt voranzukommen, um dem Problem endlich auf den Grund zu gehen.» Und zum Spanien-GP-Wochenende sagte er: «In dieser Hinsicht konnten wir an diesem Wochenende einige positive Schritte verzeichnen. Es wird nie das vollständige Bild sein, aber wir haben, wenn auch unter Mühen, sicherlich Fortschritte in unserem Verständnis gemacht. Wir haben noch nicht alle Lösungen im Auto umgesetzt, aber ich vertraue darauf, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es wird kein schneller Prozess sein, daher ist es etwas, das uns wahrscheinlich das ganze nächste Jahr über beschäftigen wird.» Grundlegende Probleme im Auto zu erkennen, korrekt zu diagnostizieren und schließlich zu beheben, kann in der Formel 1 lange dauern (Mercedes 2022 lässt grüßen mit dem berüchtigten Porpoising). Das liegt einmal an der Komplexität des Reglements, aber auch an Einschränkungen in der Entwicklung, zum Beispiel durch den Kostendeckel.
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