MotoGP-Manager Ezpeleta: «Nicht mehr als zwei neue Rennstrecken je Saison»
Der MotoGP-Kalender des Jahres 2027 hat konkrete Formen angenommen. Jüngst wurde das MotorLand Aragon bestätigt. MotoGP-Manager Carlos Ezepeleta schaut auch weiter in die Zukunft, doch ohne Eile.
In den vergangenen Jahren wurde der Rennkalender meist im Spätsommer der laufenden Kampagne verkündet. So soll es auch diese Saison mit dem Blick auf die beinahe revolutionäre Rennsaison 2027 nach neuem Technik-Regelwerk mit 850er-Bikes in der Königsklasse sein. Was sich nicht ändern wird, ist die Anzahl der Events. Nicht weniger, aber auch nicht mehr als 22 Veranstaltungen sollen Teil der Weltmeisterschaft sein.
2026 ähnelte dem Vorjahr stark, nur ein Baustein des Kalenders wurde getauscht: Argentinien (in Termas de Rio Hondo) wurde gestrichen, Brasilien auf der Strecke von der sanierten Rennstrecke von Goiania kam hinzu. Im kommenden Jahr stehen zwei neue Pisten auf der Agenda.
2027: Mit Adelaide und Buenos Aires zwei neue Strecken
Eine nicht unumstrittene Änderung des Rennkalenders 2027 betrifft Australien. Am anderen Ende der Welt wird man Abschied nehmen von Phillip Island und die MotoGP erstmals in der modernen Geschichte auf einem Straßenrennkurs in Adelaide installieren. Änderung 2 – Argentinien. 2027 sollen die Bauarbeiten an der Hauptstadtstrecke von Buenos Aires abgeschlossen werden. Mit einem zweiten Rennen in Südamerika will man den starken Märkten gerecht werden – und die MotoGP weiter wachsen lassen.
Kandidaten für einen Abschied aus dem Kalender sind der erst 2025 eröffneten Balaton Park Circuit und die Strecke von Portimao. Beide Anlagen haben aktuell keine Verträge zur Ausrichtung eines GP-Events über das Jahr 2026 hinaus. Um ein Jahr verlängert wurde soeben erst der
MotoGP-Spitzenmanager Carlos Ezpeleta, der in enger Abstimmung mit CEO Carmelo Ezpeleta für den Rennkalender verantwortlich ist, erklärte zuletzt Strategie und Wirklichkeit bei der Planung neuer Austragungsorte «Wir müssen sehen, dass Adaptionen im Kalender und neue Eventstätten keine Kleinigkeit sind. Eine neue Veranstaltung verursacht zirka 4–5-mal so viel Aufwand wie die Durchführung eines bestehenden Events.»
Der Frage, wie offen man für weitere neue Stationen wie in China oder die Rückkehr der Türkei für 2027 ist, schiebt schon Ezpeleta den Riegel vor: «Auch wenn es ständig Gespräche mit mehreren Märkten und Partnern gibt, es ist einfach nicht realistisch, jedes Jahr drei oder vier neue Veranstaltungen in den Kalender zu bringen. Auch die Teams würden hier mit der Organisation an ihre Grenzen stoßen. Ich sehe auch das Potenzial bei den angesprochenen Ländern und wir verfolgen das. Ich sehe aber keine mittelfristige Umsetzung.»
Der MotoGP-Kalender 2027 dürfte damit kurz vor der Fertigstellung sein. Weitere Anpassungen wie die Rückkehr der Türkei sowie eine zweite Veranstaltung in den USA dürften damit auf dem Plan für 2028 stehen. Mit Istanbul Park steht eine taugliche und von 2005 bis 2007 bereits MotoGP-erprobte Anlage bereit. Dazu kommt die geniale Werbefigur Toprak Razgatlioglu.
In den USA hingegen verfügt Stand heute nur der Circuit of the Americas in Austin über die erforderliche Homologation Idee des MotoGP-Managements: Man will den Straßen-GP in Adelaide 2027 als Blaupause für ein mögliches weiteres Spektakel in einer Metropole entstehen lassen. Dann könnte, wie bereits auf
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