Bastianini zu Balaton Park: «Hoffe, dass die Strecke jetzt sicherer ist!»
MotoGP-Ass Enea Bastianini ist zuversichtlich, dass die KTM RC16 auf dem Balaton Park Circuit gut funktioniert. Nach seinem fatalen Crash 2025 forderte er Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit.
Bei seinem Heim-GP in Mugello stürzte KTM-Tech3-Pilot Enea Bastianini in beiden Rennen. Er hatte zwar am gesamten Wochenende einen guten Speed, doch war er in den Rennen durch Probleme mit dem Vorderreifen limitiert.
An diesem Wochenende geht es mit dem Ungarn-GP weiter. Bastianini war bei der Premiere am Plattensee im letzten Jahr schnell, er hatte aber Pech und stürzte in beiden Rennen. «Ich war schnell, das stimmt», bestätigte der 28-Jährige in der Medienrunde am Donnerstag. Dann blickte er gleich nach vorne. «Ich denke aber, dass wir auf dieser Strecke gut sein können. Wir müssen schauen, wie es am Freitag läuft und von Beginn an dabei sein.»
Wenn er sich die Veränderungen bei der RC16 im Vergleich zu letztem Jahr ansieht, wie schätzt er die Performance in diesem Jahr ein? Befindet er sich in Ungarn in einer noch besseren Ausgangsposition? «Für mich ist das Bike mehr oder weniger gleich, wir werden auch dieselben Reifen zur Verfügung haben. Aber jedes Jahr ist es anders», winkte der Italiener ab. «Im Moment ist unser Motorrad auf der Bremse nicht so schlecht. In dieser Hinsicht kann man einen Vorteil herausholen auf diesem Kurs, der sehr langsam ist. Ich hoffe auch, dass die Strecke im Vergleich zu letztem Jahr etwas sicherer ist, denn bei meinem Crash am Sonntag war viel Risiko dabei, weil ich auf die Strecke zurückflog. Ich will mir später das Layout noch einmal ansehen.»
Viel Glück bei Crash im Ungarn-GP 2025
2025 hatte Bastianini im Grand Prix zu Beginn in der engen Schikane bei den Kurven 12 und 13 einen Crash und rutschte zusammen mit seinem Motorrad auf die Strecke zurück. Die nachfolgenden Piloten konnten gerade noch ausweichen. Der Balaton Park Circuit ist bei den Fahrern nicht sehr beliebt, viele haben Bedenken wegen der Sicherheit auf dem engen Kurs, der mehr einer Go-Kart-Strecke ähnelt. «Die Schikane kann für uns problematisch sein. In Mugello haben wir über die Sicherheit der Fahrer gesprochen. Ich hoffe, dass sich da in der Zukunft was tut – beginnend mit jetzt», gab Bastianini zu verstehen. «Sie sagten zu mir, dass jetzt hier auf der Strecke mehr Kies ist. Ich möchte mir das ansehen, denn die Sicherheit geht immer vor – unter allen Bedingungen. Da gibt es für die Zukunft viel Arbeit, denn ein MotoGP-Bike unterscheidet sich sehr von einem anderen Motorrad. 100-prozentige Sicherheit haben wir natürlich nie, aber wir wollen das Maximum erreichen.»
Wo sieht er derzeit die größten Schwierigkeiten bei der KTM? «Momentan ist unser Limit der Vorderreifen. Auch in Mugello hatten wir nach drei, vier Runden viele Bewegungen im Bike. Ich hatte nicht viel Grip», erklärte Bastianini. «Manchmal ist unser Motorrad schwer einzulenken und man versucht dann, Druck auf den Vorderreifen auszuüben. Es steigt die Temperatur und dann wird es etwas gefährlich. Auf dieser Strecke wird das vermutlich nicht unser Problem sein, aber sag niemals nie», schmunzelte «La Bestia».
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