MotoGP-WM: Auch mit 20 Liter Sprit spannend?
In der kommenden Saison müssen die Werks-Prototypen bei den Rennen mit 20 statt 21 Liter über die Runden kommen. Eine Chance für die Open-Teams?
In der kommenden MotoGP-Saison treten bisher elf Fahrer mit dem Factory-Status an, 13 Fahrer vertrauen auf das Open-Format, das ihnen die Einheits-ECU von Magneti Marelli aufzwingt, aber dafür 24 statt 20 Liter zubilligt.
Ausserdem gibt es für die Open-Teams neun bis zwölf Motoren (statt fünf bei den Prototypen), ihre Motorenentwicklung ist nicht eingefroren, dazu spendiert ihnen Bridgestone weichere Hinterreifen.
Und wenn Ducati bei den Vergleichstests in Sepang zum Schluss kommt, man sei mit dem Open-Format besser beraten, könnten mit Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow zwei weitere Fahrer in Open-Lager wechseln.
Suzuki denkt ebenfalls bereits daran, bei der offiziellen Rückkehr des Werksteams 2015 mit der Einheits-ECU aufzumarschieren.
Momentan sind die Factory-Teams gespannt, wie sich die Rennen mit den 20-Liter-Tanks entwickeln.
Auf manchen Pisten müssen wohl Drehzahl und Leistung kastriert werden, um die Renndistanz von 110 bis 120 km mit 20 Liter zu überstehen.
Es gibt für die Werke jedenfalls keinen Weg zurück – zu mehr Tankinhalt.
"Die Werke haben die 20-Liter-Vorschrift selber vorgeschlagen", sagt Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta. "Wenn der Sprit nicht reicht, ist das nicht unser Problem. Es wird für die kommende Saison auf keinen Fall an diesem Reglement gerüttelt."
Die Privatteams hoffen ohnedies auf eine Einheits-ECU für das gesamte Feld, am liebsten schon für 2015, spätestens für 2016 oder 2017.
"Ich hoffe nur, dass die 20 Liter-Regel die Ausgeglichenheit nicht beeinträchtigt und dass die Rennen weiter spannend bleiben", sagt Lorenzos Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg.
"Die leichten Fahrer werden mit den 20 Litern keine Probleme haben", ist Eskil Suter überzeugt, dessen Firma Suter Racing Technology 2012 und 2013 in der Königsklasse mit der Suter-BMW vertreten war.
So sehen die MotoGP-Teams für 2014 aus:
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