Auch ohne Superbike-Engagement: Pirelli behält einen Fuß in der Tür
Nach der Superbike-WM 2026 endet die Ära von Pirelli als Reifenmonopolist. Auch wenn fortan die MotoGP das Aushängeschild sein wird, will man am Puls der seriennahen Weltmeisterschaft bleiben.
Die Superbike-WM war die erste namhafte Motorradrennserie, die ein Reifenmonopol einführte. Bis 2003 tobte ein Reifenkrieg, seit 2004 rüstet Pirelli alle Fahrer mit identischen Reifen aus. Der Vertrag mit dem italienischen Hersteller wurde mehrfach verlängert, doch nach der Saison 2026 endet die Pirelli-Ära und Michelin übernimmt ab 2027.
Über die Jahre hat sich Pirelli aber auch fest in nationalen Serien verankert. Teilweise als Einheitsreifenlieferant, teils im Wettbewerb mit anderen Fabrikaten. Auch wenn sich das in Mailand ansässige Unternehmen fortan in der MotoGP beweisen will, möchte man den serienbasierten Rennsport nicht aus den Augen verlieren.
«Die Welt der seriennahen Motorräder gehört uns, wenn ich das so sagen darf; sie ist unser Zuhause. Wir denken also nicht im Geringsten daran, diese Welt zu verlassen», betonte Pirelli-Racing-Manager Max Damiani bei
Profitierten die nationalen Serien in den vergangenen zwanzig Jahren vom WM-Engagement, behält Pirelli durch diese Meisterschaften fortan einen Fuß in der Tür.
«Alles, was wir über die Jahre in der Superbike-WM angewendet und gelernt haben, wird in die von mir erwähnten nationalen Meisterschaften einfließen», sagte Damiani. «Der Entwicklungsprozess wird nicht unterbrochen. Im Gegenteil, er wird fortgesetzt. Es wird lediglich eine andere Phase sein, in Meisterschaften auf höchstem Niveau.»
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