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Paolo Pavesio (Yamaha): «Topraks Worte sind unverfälscht und pures Gefühl»

Auch 2026 bedeutet für Yamaha Racing ein Mammutjahr. Alles, was passiert, soll schon jetzt in 2027 einzahlen. Racing-Oberhaupt Paolo Pavesio zum Start des zweiten Teils des großen Sepang-Tests.

MotoGP

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Yamaha-Sportchef Paolo Pavesio hatte mit dem Beginn des insgesamt sechstägigen Shakedown-Events einen Stimmungs-Tiefschlag hinzunehmen. Nur einen Tag vor dem Shakedown hatte die Nachricht vom Absprung von Fabio Quartararo in Richtung Honda zur Saison 2027 für Unruhe in der M1-Mannschaft gesorgt. Pavesio gestand: «Natürlich hat so etwas einen Effekt auf das Team und das hat mir nicht gefallen – unmittelbar vor diesem enorm wichtigen Test. Aber auch das gehört in unserem Sport dazu.» Zugleich hatte Pavesio im Gespräch mit SPEEDWEEK.com bestätigt, dass er weiterhin um den Franzosen kämpfen will.

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Anders als andere Hersteller zieht Yamaha zur Saison 2026 eine direkte Verbindung zur 850er-Zukunft. Denn nur Yamaha ist noch frisch im Geschäft mit dem V4-Antrieb. Die Erkenntnisse der anstehenden Saison sollen direkt in die neue M1 für 2027 einzahlen. Paolo Pavesio: «Wir haben 15 Jahre Rückstand in Sachen V4 und nun nutzen wir 2026, um zu lernen. Wir bauen mit gewaltigem Aufwand die Grundlage für 2027 und ich bin schon jetzt sicher, dass wir im nächsten Jahr noch besser dastehen werden als 2026.»

Doch es geht auch um Ergebnisse. Denn die Situation 2025 führte unter anderem zu Frust bei Aushängeschild Fabio Quartararo. Zwar fand man – nach über 1000 Tagen Pause – wieder den Speed, um die M1 unter dem Franzosen gleich fünfmal auf den ersten Startplatz zu bringen – doch in den (langen) Rennen ging «El Diablo» regelmäßig ein.

Die Vorgaben haben sich entsprechend geändert. Pavesio: «In Sepang werden wir mit den 10 Bikes und sechs Fahrern arbeiten und zwar nicht, um in erster Linie die beste Rundenzeit auf eine Runde zu schaffen. Wir wollen über die Distanz schneller werden und dementsprechend die Spezifikationen zusammenstellen. Das Testprogramm mit Long-Runs haben wir darauf abgestimmt.»

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Yamaha ist 2026 der einzige Hersteller im letzten Concessions-Rang D. Was bedeutet, die Entwicklung geht zunächst ungebremst weiter. Der Italiener: «Es gibt kein Ablaufdatum – wir arbeiten an einem bewegten Ziel, denn natürlich steht auch die Konkurrenz während der Saison nicht still. Die fertigen 2026er-M1 werden wir erst in Valencia sehen.»

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Dass Toprak keine MotoGP-Erfahrung hat ist auch ein Vorteil

Paolo Pavesio

Yamaha bestreitet das Jahr mit drei Veteranen der Szene sowie Rookie Razgatlioglu. Was laut Pavesio eine gute Kombination ist, um das Ziel für 2027 zu erreichen Pavesio: «Dass Toprak keine MotoGP-Erfahrung hat, ist auch ein Vorteil. Seine Aussagen sind unverfälscht und pures Gefühl, das ergibt auch einen Zugang bei der Auswertung der Daten.»

Dennoch will man versuchen, sich über die Tests einer gemeinsamen Basis für alle vier Fahrer zu nähern. «Wenn man mit einem frischen Projekt unterwegs ist, dann ist es eigentlich nicht möglich. Aber wir wollen dahin kommen, dass die Piloten in der Basis zu einer gemeinsamen Auffassung über die weitere Entwicklung kommen», so Pavesio in Malyasia.

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Wie unterschiedlich die Piloten derzeit noch unterwegs sind, lässt sich an Rookie Razgatlioglu ablesen. Nur er ist ohne hinteres Leitwerk an der M1 unterwegs. Laut dem Pramac-Pilot ist das der eigenständigen Heckpartie geschuldet, denn Razgatlioglu braucht für seinen Fahrstil eine wesentlich niedrigere Fahrposition Nach zwei Stunden am ersten Tag des Sepang-Tests hält das «El Turco» nicht von der viertbesten Zeit ab. Alex Rins liegt mit der M1 gar an der Spitze.

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