Pecco Bagnaia nach Crash ratlos: «Seit Silverstone ist etwas passiert!»
MotoGP-Ass Pecco Bagnaia (Ducati Lenovo) erlebte in Aragon ein frustrierendes Wochenende. Im Grand Prix stürzte er. Nach fünf Runden war sein Hinterreifen am Ende. «Ich hatte null Grip!»
Den MotoGP-Sprint in Aragon beendete Pecco Bagnaia auf Rang 11, womit der Ducati-Werksfahrer leer ausging und keine Punkte einfahren konnte. Im Grand Prix am Sonntag erwischte Bagnaia von Position 8 einen guten Start. Er reihte sich in den ersten Runden auf Rang 7 vor Markenkollege Fabio Di Giannantonio (VR46) ein. Dann verlor der zweifache MotoGP-Weltmeister den Anschluss. Am Ende der fünften Runde hatte er auf den vor ihm fahrenden Trackhouse-Aprilia-Piloten Raul Fernandez bereits zwei Sekunden Rückstand. Dann folgte das Drama: Bagnaia stürzte in Runde 6 auf Platz 7 liegend – das Rennen war für ihn zu Ende.
«Ich hatte einen ordentlichen Start und habe versucht, der Gruppe vor mir zu folgen. Ich war dafür nicht konkurrenzfähig genug, vor allem, was die Beschleunigung angeht. Ich hatte null Grip. Bereits nach fünf Runden musste ich das Motor-Mapping ändern, um die Reifen zu schonen», erklärte der frustrierte Italiener. «Ich habe nur versucht, mein Tempo zu halten, bin dann aber an einer Stelle gestürzt, an der ich schon in der Runde zuvor eine Warnung erhalten hatte. Das Heck brach aus, und als ich es wieder unter Kontrolle bekam, knickte das Vorderrad ein.»
Null Punkte in Silverstone und Aragon
In den ersten beiden Grands Prix der zweiten Saisonhälfte erlebte Bagnaia ein Desaster. In Silverstone wurde er im Sprint nur 17., im Hauptrennen fiel er aus. In Aragon konnte er wieder keine Punkte holen. In der Gesamtwertung hat er als Achter bereits 113 Punkte Rückstand auf WM-Leader Jorge Martin (Aprilia).
«Bis zum Sachsenring war das Feeling nicht so schlecht. Es funktionierte alles etwas konstanter. Ich hatte zwar meine Schwierigkeiten, aber die Resultate waren besser. Seit Silverstone ist etwas passiert. Ich habe null Grip», rätselte der 29-Jährige. «Ich weiß nicht, wie es dann ist, wenn wir auf Strecken kommen, wo das Grip-Level noch niedriger ist. Am Samstagmorgen habe ich mich ein wenig besser gefühlt auf dem Bike. Wir haben versucht, etwas mehr Gewicht auf das Hinterrad zu bekommen. Im Sprintrennen war es dann aber dennoch schlechter. Am Sonntagmorgen sind wir dann zu dem Setup zurückgekehrt, das wir mehr oder weniger bereits über die gesamte Saison einsetzen. Das Warm-up war dann aus unterschiedlichen Gründen ein Desaster. Im Rennen war der Hinterreifen nach fünf Runden am Ende.»
Teamkollege Marc Marquez räumte in Aragon mit zwei Siegen voll ab. In zwei Wochen geht es in der MotoGP-WM in Misano weiter. Auf der Strecke an der Adria gibt es viel Grip, zudem trainiert Pecco Bagnaia dort regelmäßig mit den Kumpels der VR46 Academy. Die Vorzeichen sind gut, dass er bei seinem Heim-GP ein erfolgreicheres Rennwochenende haben wird.
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