Pedro Acosta (KTM) im Q2: Zufrieden und angriffslustig trotz zweier Stürze
Nicht alles lief nach Plan für KTM-MotoGP-Pilot Pedro Acosta. Nach zwei Ausrutschern gab es in der Box einiges zu tun – aber auch viel Zuversicht für die Rennen und Freude über den direkten Q2-Einzug.
Zu den wenigen Sturzpiloten gehörte zum Auftakt des Britischen-GP KTM-Werksfahrer Pedro Acosta. Der Youngster aus Murcia verschrammte seine RC16 sowohl im freien Training als auch in der wichtigen Einheit am Nachmittag. Das Timing des Ausrutschers im Zeittraining war ungünstig. Nach dem Crash in der Kurve konnte der Spanier keine weitere Attacke reiten.
Und doch gelang das, was der Mannschaft vor gut einem Jahr beim letzten Silverstone-Auftritt versagt blieb. Acosta: «Wir müssen zufrieden sein – denn nun sind wir direkt ins Q2 gekommen. Auch weil diese Strecke weder besonders gut zu meinem Stil noch zu unserem Motorrad passt. Das wussten wir aus der Vergangenheit und doch haben wir uns von der Pace gut geschlagen. Es fehlt gar nicht viel. Das ist ein Rückstand, der uns positiv stimmen sollte. Ich bin überzeugt, wenn alles passt und wir keine Fehler machen – dann können wir um Podestplätze kämpfen.» Zu verdanken hatte der zukünftige Ducati-Werksfahrer das Ticket für die wichtige Session zwei beeindruckenden Runden, gleich zu Beginn der heißen Phase.
Acosta, der im FP1 schon Dritter war, steigerte sich auf weichen Reifen um 1,6 Sekunden. Damit hieß der Spitzenreiter kurzzeitig Pedro Acosta. Und doch wurde es noch einmal knapp. Nachdem sogar noch Joan Mir (Honda) und Jack Miller (Yamaha) vorbeigezogen waren, reichte es gerade noch für den wichtigen Platz 10. Ins Rohr schaute dafür Markenkollege Enea Bastianini, der das Zeittraining als Elfter abschloss.
Angesprochen auf den Crash am Nachmittag konnte Acosta nicht viel mehr als mit den Schultern zucken: «Als es passierte, spürte ich Chattering im Motorrad. Woher das genau kam, das untersuchen wir noch.» Weitere Probleme mit der Maschine gab es nicht. Auch von der vermeintlichen Minderleistung war auf der schnellen Piste nichts zu spüren. Im Gegenteil: Tech3-Markenkollege und Vinales-Ersatz bewegte am Freitag das schnellste Motorrad (341,7 km/h), Enea Bastianini wurde auf Rang 4 geführt, noch vor der schnellsten Maschine aus Bologna.
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