Da verliert er Zeit! Wo Raul Fernandez (2.) sich noch steigern kann
Raul Fernandez meldete sich in Silverstone stark aus der MotoGP-Sommerpause zurück: Platz 2 im Zeittraining, direkter Sprung ins Q2 – der neue Trackhouse-Vertrag gibt ihm mehr Lockerheit.
Der Aufwärtstrend von Raul Fernandez hält auch nach der Sommerpause an. Nach Rang 4 im ersten freien Training stellte der Spanier seine Aprilia im entscheidenden Zeittraining am Freitagnachmittag auf Platz 2. Mit 1:56,615 min fehlten ihm drei Zehntelsekunden auf die Tagesbestzeit von Markenkollege Marco Bezzecchi. Es reichte aber aus, um zu den Piloten zu gehören, die den alten Rundenrekord in Silverstone knacken konnten.
Erleichterung schwang bei ihm mit: «Vor dem Aufsitzen hatte ich immer den Gedanken, ob ich das Gefühl wiederfinde – aber ich habe mich sofort wohl gefühlt auf dem Motorrad», sagte Fernandez in der Medienrunde. Die Ruhe führt er auch auf seine Zukunft zurück, in der er bis 2028 als Trackhouse-Pilot bestätigt worden ist: «Ich fühle mich entspannt, ich fahre mit mehr Gelassenheit, weil meine Zukunft für die nächsten zwei Jahre geklärt ist.»
Fernandez setzt sich höhere Ziele für Silverstone-GP
Einige Fragezeichen stellten sich ihm bei den Reifen. Er stellte fest, dass der weiche Michelin-Hinterreifen sich anders verhalte als in den Vorjahren, weshalb sein Team viel Verständnisarbeit leisten musste. Das sei aber kein Grund zur Panik: «Inzwischen ist fast alles unter Kontrolle, ich fühle mich mit dem weichen und mit dem mittleren Hinterreifen wohl», analysierte der Spanier. Welche Mischung im Sprint zum Einsatz kommt, ließ er offen, dafür müsste man noch mehr Daten sammeln, um im Laufe des Samstags eine Entscheidung zu finden.
Der Fokus liege nun darauf, im dritten Sektor Zeit zu finden, wo er gegenüber Marco Bezzecchi drei Zehntel verliert. Er konnte auch Auskunft zu seiner Problemkurve geben: «Es ist Kurve 15, wo ich das Gefühl habe, dass mir die Referenz nicht klar ist.» Der Anspruch für Silverstone sei hingegen klar. «Wir sind an dem Punkt, an dem wir um Podestplätze kämpfen wollen. Und wenn wir das wollen, müssen wir den letzten Sektor verbessern.»
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