Di Giannantonio (Ducati) geschockt von Aprilia: «Wir müssen hart arbeiten!»
VR46-Ducati-Ass Fabio Di Giannantonio beendete das MotoGP-Zeittraining in Silverstone als einziger Nicht-Aprilia-Pilot in den Top-5. Wo das Bike aus Noale seiner Meinung nach besser ist.
Fabio Di Giannantonio hat in der MotoGP-Sommerpause viel trainiert, um sich für die zweite Saisonhälfte in Stellung bringen. Bei den ersten elf Grands Prix 2026 zeigte der VR46-Pilot eine beeindruckende Konstanz – er war regelmäßig in den Top-3 zu finden und sammelte fleißig Punkte. In der Gesamtwertung liegt der Italiener deshalb nur 24 Punkte hinter WM-Leader Jorge Martin (Aprilia). Ohne seinen Sturz im Sachsenring-GP wäre er wohl noch näher dran gewesen.
Am Freitag in Silverstone stellte «Diggia» klar, dass man auch beim britischen Grand Prix mit ihm rechnen muss. Das FP1 beendete er auf Rang 5, im MotoGP-Zeittraining landete er hinter dem Aprilia-Duo Marco Bezzecchi und Raul Fernandez auf Rang 3. Auf den bärenstarken «Bez» fehlten ihm allerdings vier Zehntelsekunden.
«Ich hatte ein sehr gutes Gefühl, und ich hatte sehr viel Grip. Ich versuchte einfach, sauber zu fahren», meinte Di Giannantonio in der anschliessenden Medienrunde. Wie ist es ihm mit dem Reifenverschleiß ergangen? «Ich hatte damit keine großen Probleme, aber im Vergleich mit den Aprilia wiederum schon. Sie können den Vorderreifen einsetzen, um den Hinterreifen zu schonen. Diesbezüglich sind sie uns voraus.»
Di Giannantonio: «Seit Jahresbeginn kämpfe ich gegen sie!»
Di Giannantonio betont immer wieder, wie gut die Aprilia in diesem Jahr ist. Ist aber dennoch das Gesamtpaket der Ducati nicht besser im Vergleich mit dem Bike aus Noale? «Seit Jahresbeginn kämpfe ich gegen sie – unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Ich habe gesehen, dass sie im Vergleich zu uns etwas besser sind», ist der 27-Jährige überzeugt. «Wir müssen hart arbeiten, damit wir ihnen näherkommen. Man konnte es auch heute sehen: Abgesehen von mir sind in den Top-5 nur Aprilia.»
Wie war es für ihn nach der knapp vierwöchigen Sommerpause auf dem fordernden Silverstone Circuit ins FP1 zu starten? «Das Schlimmste überhaupt. Ich habe den ganzen Monat so hart trainiert, und ich bin verdammt nochmal zerstört», schmunzelte Di Giannantonio. «Aber es ist schön und gehört dazu. Im Fitnesscenter nutzen wir die Muskeln nicht so wie auf dem Motorrad. Wenn du ein MotoGP-Bike fährst, ist es komplett anders.»
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