Pedro Acosta (KTM) nach Platz 7 ratlos: «Daran allein kann es nicht liegen»
Auf dem Red Bull Ring eroberte KTM-Aushängeschild Pedro Acosta seinen ersten Grand-Prix-Sieg in der MotoGP. In Motegi in Japan reichte der Speed nicht für vorne – genaue Analyse erforderlich.
Was Pedro Acosta beim Heimrennen von KTM auf dem Red Bull Ring in der Steiermark aufführte, war eindrucksvoll und veranlasste Titelverteidiger Marc Marquez zu der Aussage, dass sein nächstjähriger Teamkollege bei Ducati damit
Wie schnell sich die Kräfteverhältnisse in der heutigen MotoGP ändern können, wurde in Motegi offensichtlich. Pecco Bagnaia, im Vorjahr überlegener Sieger in beiden Rennen, agierte – wieder einmal – chancenlos und kam als zweitbester Ducati-Fahrer mit über 20 sec Rückstand auf den Sieger nur als Achter ins Ziel.
Acosta qualifizierte sich in Japan mit kleinem Rückstand für den dritten Startplatz und wurde im Sprint in der ersten Kurve von Alex Marquez (Gresini Ducati) abgeschossen. Im langen Rennen ging es für den Spanier ab dem Start rückwärts: Nach der ersten Runde war Pedro Fünfter, in der zweiten nur noch Achter. Über die restlichen 22 Runden lieferte er sich sehenswerte Kämpfe mit dem Trackhouse-Aprilia-Duo Raul Fernandez und Ai Ogura, unterlag den beiden aber und sah nur als Siebter die Zielflagge. Ganz anders Markenkollege Enea Bastianini aus dem Tech3-Team, der 14,7 sec schneller war und den dritten Platz um winzige 0,078 sec verfehlte.
Pedro Acosta fragt sich, was schief lief
«Wir haben das Motorrad für diese Reifen nicht hinbekommen, ich tat mir beim Verzögern sehr schwer», fasste Acosta seinen Grand Prix zusammen. «Es fehlte auch in der Beschleunigung, Platz 7 ist aber kein Desaster. Es macht mich glücklich zu sehen, dass eine andere KTM recht schnell war und Platz 4 heimgebracht hat. Wir müssen die Daten prüfen, damit wir sehen, was wir falsch gemacht haben.»
Dass er zeitweise mit dem Aprilia-Duo kämpfen konnte, führte der 22-Jährige nicht auf seine Stärke, sondern deren Schwäche zurück. Denn als der nächste Einbruch seines Hinterreifens kam, wurde er abgehängt. «Das war alles sehr seltsam», sagte Acosta, der weiterhin auf dem vierten WM-Rang liegt. «Ich glaube nicht, dass es nur an den Reifen lag. Das erklärt für mich nicht, weshalb ich im Vorjahr so schnell und jetzt so langsam war. Es muss etwas anderes sein – was, wissen wir noch nicht genau. Überholen fiel mir schwer, was nicht normal für mich ist. Ich kam nur einmal an Raul Fernandez vorbei, dann hat mich auch Ogura wieder überholt. Wenigstens hatten die Fans etwas zu genießen.»
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