Harley Davidson Weltcup
Harley-Davidson Bagger World Cup 2027: 16 Rennen und zwei neue Teams
Ab 2027 rüstet Pirelli nicht nur die Klassen Moto3 und Moto2 aus, sondern auch die MotoGP und löst dort Michelin als Einheitslieferanten ab. Das Ziel ist klar: Am Ende soll der Kunde profitieren.
In über 20 Jahren sammelte Pirelli in der Superbike-WM und seit 2011 auch als einheitlicher Ausrüster der Formel 1 reichlich Erfahrung auf höchstem Niveau. Ab 2027 rüsten die Mailänder neben der Moto3 und Moto2
«Unser Ansatz ist immer der gleiche», hielt Pirelli-Rennchef Giorgio Barbier im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com fest. «Was wir im Rennsport machen, soll dafür sorgen, dass wir bessere Produkte auf den Markt bringen.»
Unter Hobbyrennfahrern hat Pirelli heute einen enormen Marktanteil, das erklärte Ziel von Michelin ist, ab 2027 Ausrüster der Superbike-WM und ihrer Rahmenklassen, ein großes Stück vom Kuchen abzuknabbern.
«Wir machen uns wegen Mitbewerbern immer Sorgen, weil wir wissen, über welche Potenziale und Fähigkeiten sie verfügen», so Barbier. «Wir haben Stand heute aber mehr zu bieten als die anderen, weil wir in den vergangenen Jahren gelernt haben, wie wir die Produkte über unsere im Rennsport erworbenen Erfahrungen im Markt platzieren können. Das ist nicht einfach und auch nicht in ein oder zwei Jahren machbar. Dafür musst du nicht nur das Produkt anpassen, sondern die Mentalität der Firma. Du kannst heute einen Prototypenreifen für 1000 Euro produzieren. Aber wenn du morgen einen Serienreifen verkaufen willst, dann muss dieser viel günstiger sein. Der Endkunde würde es nicht akzeptieren, wenn du solche Kosten auf ihn umlegst. Die korrekte Balance zwischen Qualität, Performance, Vielseitigkeit und Preis führt letztlich zum Erfolg.»
Die MotoGP eröffnet uns die Möglichkeit, neue Bereiche zu erforschen.pirelli-rennchef giorgio barbier
Der Italiener unterstrich: «Wir möchten weitermachen wie bislang, das ist unser Weg. Wenn wir wegen der MotoGP nicht den Verstand verlieren, dann werden wir auch in Zukunft bessere Produkte erschaffen. Die MotoGP eröffnet uns die Möglichkeit Bereiche zu erforschen, die wir in der Vergangenheit weniger angehen konnten. Wir können die Reifen mehr modellieren und mit neuen Materialien arbeiten, was zu gesteigerter Qualität aber auch besserer Umweltverträglichkeit führen wird. In der Formel 1 machen wir das schon länger.»
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