Speerspitze Pedro Acosta am Freitag in Mandalika: «Best of the rest!»
Der MotoGP-Freitag in Indonesien verlief für KTM-Werksfahrer Pedro Acosta nach Maß. Doch der Abstand zur Aprilia-Elite ist beträchtlich, Schwachpunkt ist ein einziger Streckenabschnitt.
«Das erinnert uns daran, was beim neuen Wochenendformat in der kommenden Saison auch passieren kann.» Pedro Acostas Worte, angesprochen auf die Stürze des halben MotoGP-Fahrerfeldes Freitag in Mandalika. Bei mehr Einheiten in immer kürzerer Abfolge müssten die Fahrer höhere Risiken eingehen, wertvolle Übungszeit ginge verloren. Nach seiner Meinung gefragt worden sei der KTM-Pilot nicht: «Ich wurde darüber informiert, mehr nicht. Es gab keine Diskussion.»
Der Spielberg-Sieger selbst war keiner der Piloten, die zu Sturz kamen – dafür warf Markenkollegen Enea Bastianini seine RC16 gleich zweimal neben die Strecken. Auf dem vierten Platz geführt, war der Racer aus Murcia im Zeitfahren der schnellste Fahrer im Feld, der nicht auf einer Aprilia RS-GP saß. Auch im ersten freien Training fuhr Acosta die viertschnellste Zeit: «Wir sind Best of the rest! Ich habe schon heute am ersten Tag des Wochenendes meine Zeit aus dem Qualifying vom letzten Jahr erreicht.»
Auf Augenhöhe mit den Piloten des Trackhouse- oder Aprilia-Werksteams sei er damit längst nicht, fast sieben Zehntel fehlten dem Mann mit der Startnummer 37 am Nachmittag auf Raul Fernandez: «Wir sind weit hinter Aprilia. Es ist unglaublich, wie schnell sie hier sind. In diesem Jahr sind sie ähnlich gut, wie schon 2025. Besonders Raul Fernandez ist am Ende des Zeitfahrens einige sehr gute Runden gefahren.» Bis zum Qualifikationstraining müssten für Fahrer und Team noch Verbesserungen erfolgen: «Wir verlieren in nur drei Kurven in Sektor 2 über 0,4 Sekunden. Wir müssen erst herausfinden, wieso wir in diesem Bereich nicht mithalten können. In Sektor 1, 3 und 4 sind wir nicht schlecht.»
Weshalb es für die KTM-Speerspitze beim vorherigen Rennwochenende im Grand Prix nach Startplatz drei im Ziel nur zum siebten Platz reichte, blieb unklar. Die Runden auf dem Mandalika International Street Circuit brachten für den Spanier kein Licht ins Dunkel: «Wir haben keine Antworten gefunden für das, was in Motegi passiert ist. Aber unser Ergebnis am Freitag macht das wieder wett. Darüber sollten wir uns freuen.»
Darüber hinaus blieb die Freude gedämpft. Denn wieder einmal war es nur Acosta, der ins Q2 schoss. Brad Binder fuhr auf Platz 17. Vinales schaffte Platz 21, Bastianini gar nur Rang 21.
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