Red Bull-Fahrer 2027: Ralf Schumacher glaubt an eine ungewöhnliche Lösung
Red Bull Racing tritt auch 2027 mit Max Verstappen und Isack Hadjar an. Aber was passiert bei den Racing Bulls? Der sechsfache GP-Sieger und Sky-F1-Experte Ralf Schumacher glaubt es zu wissen.
Max Verstappen hat vor dem Heimrennen von Zandvoort Mitte August 2026 einen neuen Vertrag unterzeichnet: Er bleibt bis Ende 2030 Red Bull Racing-Fahrer.
Ende September bestätigte dann RBR, dass der junge Franzose Isack Hadjar auch 2027 an der Seite von Verstappen fahren werde. So weit, so gut. Aber was passiert mit dem kleineren Red Bull-Team, bei den Racing Bulls?
Der 180-fache GP-Teilnehmer Ralf Schumacher wittert hier eine Veränderung. Der Formel-1-Experte unserer Kollegen der deutschen Sky sagt über die Situation im Nachwuchs-Team: «Auf Lindblad ist Verlass, er kann aus meiner Sicht schon in der kommenden Saison die Rolle des erfahreneren Piloten im Team übernehmen.»
«Lindblad ist in der Regel bereits heute ein Stück stärker als Liam Lawson, auch wenn der Neuseeländer mehr Punkte erobert hat. Was Lindblad aus meiner Sicht auszeichnet, das ist, dass er auf eine Strecke fährt und sofort da ist. Dabei vergessen wir leicht – er fährt in seinem ersten Jahr. Da ist es absehbar, dass er sich weiter steigern wird. Ich erinnere an Kimi Antonelli, wie stark der jetzt in seinem zweiten Formel-1-Jahr fährt.»
Der sechsfache GP-Sieger Schumacher weiter: «Lawson ist nun eine Weile dabei, er hat sich stabilisiert und fährt regelmässig um Punkteränge mit. Sich zu einem Top-Fahrer zu entwickeln, das traue ich ihm aber nicht mehr zu.»
«Sinn und Zweck der Racing Bulls als Junior-Team ist ja, junge Talente zu fördern und idealerweise dann bei Red Bull Racing zu Siegern und Weltmeister zu machen. Lawson war jetzt ziemlich lange lange da, wurde zwischendurch, als Hadjar verletzt war, auch wieder bei RBR eingesetzt, und das hatte er sich auch verdient. Aber wenn die jetzt quasi den nächsten Verstappen finden wollen, dann müssen sie personell etwas Anderes versuchen.»
«Die Einsätze von Lawson bei Red Bull Racing haben gezeigt, dass Lawson sicherlich einen guten Job macht, aber dieses ganz spezielle Extra, das sich Red Bull bei der Ausbildung junger Fahrer verspricht, das kann er eben nicht geben. Deshalb ist er ja auch nicht mehr Stammfahrer bei Red Bull Racing, sondern Isack Hadjar ist es.»
Für Ralf Schumacher (WM-Vierter 2001 und 2002) steht fest, wer nun eine Chance erhalten sollte – der 19-jährige Bulgare Nikola Tsolov. Schumacher erklärt: «Wenn Red Bull langfristig jemanden als Nachfolger von Max Verstappen finden will, dann ist Tsolov ein Mann, der Anlass zur Hoffnung gibt. Ich finde, man sollte ihm eine Chance geben.»
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