Tauziehen um Aldeguer: Moto2-WM? Mooney VR46? Pramac?
Der 18-jährige Spanier Fermin Aldeguer hat zuletzt drei Moto2-Rennen in Serie gewonnen. Jetzt kann er sich von Angeboten nicht mehr retten. Bleibt er trotzdem noch ein Jahr in der Moto2?
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Die Neuigkeiten aus der MotoGP-WM reißen nicht ab: Valentino Rossi ist sich mit Yamaha einig und bildet 2025 und 2026 das neue Yamaha-VR46-MotoGP-Kundenteam, sein neuer Hauptsponsor: Pertamina. Ob Fermin Aldeguer wirklich 2024 ins VR46-Ducati-Team wechselt, ist wieder ungewiss. Dafür darf sich "Diggia" Di Giannantonio dort jetzt gute Chancen ausrechnen – zumindest für ein Jahr.
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Noch nie seit dem Tod von Marco Simoncelli 2011 waren in der MotoGP-WM im November noch zwei Plätze in renommierten Rennställen frei. Denn damals suchte Gresini-Honda einen Ersatz für Simoncelli und LCR-Honda brauchte einen Nachfolger für den enttäuschenden Toni Elias. Fausto Gresini entschied sich dann für Álvaro Bautista und LCR für Stefan Bradl. Und jetzt hat das Repsol-Honda-Werksteam noch keinen Ersatz für Marc Márquez nominiert, aber die Wahl ist längst auf Luca Marini gefallen. Der Deal wird aber erst am Valencia-Wochenende verkündet. Anders sieht es bei Mooney VR46 Ducati aus, denn dort ist bisher keine endgültige Entscheidung zugunsten von Moto2-Pilot Fermin Aldeguer (18) gefallen.
Speed-up-Moto2-Teambesitzer Luca Boscoscuro erklärte gestern kurz vor dem Moto3-Start im Paddock des Lusail Circuits gegenüber SPEEDWEEK.com: "Ich werde ganz sicher in der Moto2-WM 2024 wieder mit Aldeguer und Alonso Lopez antreten. Ich brauche keinen einzigen neuen Moto2-Piloten."
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Denn in den letzten Tagen wurden viele Gespräche und Verhandlungen geführt, es ging drunter und drüber. Pramac-Ducati-Teambesitzer Paolo Campinoti hat dem 18-jährigen Aldeguer und dessen Manager Héctor Faubel einen Platz in seinem Team für 2025 und 2026 angeboten, der einen Ducati-Werksvertrag beinhalten würde.
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In diesem Fall würde Aldeguer nicht 2024 beim künftigen Pertamina-VR46-Ducati-Team mit einem Vorjahres-Bike in der Königsklasse debütieren, sondern erst 2025 mit einem aktuellen Werksmotorrad. Und bei Pramac kämpft Jorge Martin 2024 bekanntlich mit dem besten Material weiter um die WM gegen Pecco Bagnaia.
Deshalb wird in den nächsten Tagen noch emsig verhandelt. Das von SPEEDWEEK.com bereits am Samstag erwähnte Angebot von Pramac an Aldeguer könnte Folgen haben und den Spanier zu einer weiteren Moto2-Saison ohne Vertragsverbruch bei Speed-up verleiten. In diesem Fall könnte Fabio Di Giannantonios Wunsch erfüllt werden und der Katar-Sieger dank eines Ein-Jahres-Vertrags beim VR46-Team von Valentino Rossi andocken. Nach den jüngsten Leistungen des 25-jährigen Italieners hätte er diesen Platz neben Marco Bezzecchi völlig verdient.
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Übrigens: Das VR46-Team wird nächstes Jahr mit der staatlichen indonesischen Mineralölgesellschaft Pertamina einen neuen Hauptsponsor haben. Dieses Unternehmen finanziert bereits das SAG Moto2-Team mit Bendsneyder und Hada. In Doha ist am Wochenende durchgesickert: Das MotoGP-Team von Valentino Rossi und Teamdirektor Uccio Salucci haben sich für 2025 und 2026 bereits mit Yamaha geeinigt. Sie werden dann das geplante neue Kundenteam der Japaner bilden. Yamaha und WithU-RNF-Yamaha trennten sich nach der Saison 2022, deshalb verfügt Yamaha zwei Jahre lang über kein Kundenteam. Yamaha will Aldeguer für 2024 seit mehreren Wochen für das Yamaha VR46 Master Camp Moto2-Team engagieren, kennt also die verlangte Ablösesumme von 400.000 Euro und könnte für Rossi einen Teil der Vertragsstrafe bezahlen, wenn er den Ausnahmekönner Aldeguer im Gegenzug 2025 gemeinsam mit aktuellen WM-Dritten Marco Bezzecchi ins neue Yamaha-VR46-Satellitenteam mitbringt. Es tut sich etwas in der MotoGP-Transferszene. Denn sogar Fahrer-Manager Paco Sanchez hat seinen Schützling Joan Mir (eigentlich bei Repsol-Honda für 2024 unter Vertrag, aber bisher dort völlig erfolglos) offenbar ebenfalls beim VR46-Team als Marini-Nachfolger angeboten.
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