KTM-Pilot Daniel Sanders gewinnt die Desafio Ruta 40 und ist WM-Leader
Am Ende war es eine klare Angelegenheit für Daniel Sanders, zumindest was den Gesamtsieg bei der Desafio Ruta 40 betrifft. Den letzten Tagessieg musste sich der Red Bull-KTM aber schwer verdienen.
Daniel Sanders war der dominierende Pilot bei der Desafio Ruta 40. Der Australier war mit zehn Minuten Vorsprung auf Honda-Ass Tosha Schareina in den letzten Renntag gestartet und durfte sich nur keinen kapitalen Fehler leisten, um den Gesamtsieg einzufahren.
Die Route von Etappe 5 war aber durchaus dafür geeignet, dass sich das Ergebnis noch umkehren könnte. Die Schleife um San Juan führte über eine Wertungsprüfung von 340 km, zuzüglich einer Verbindung von 222 km. Zuerst ging es steil hoch auf über 3300 Meter, gefolgt von einem Abstieg auf etwa 1000 Meter. Das Terrain bestand aus Schotter- und Geröllpisten.
Als Sieger der vierten Etappe eröffnete Schareina den letzten Tag, doch der als Vierter gestartete KTM-Pilot aus Australien glänzte am ersten Wegpunkt mit der besten Zeit und lag beim Kilometer 276 nur sechs Sekunden hinter Ricky Brabec (Honda). Mit einem furiosen Schlussspurt zum Ziel distanzierte Sanders die Honda-Piloten Brabec und Schareina aber um 50 sec und 1:49 min. Damit war der Etappen- und Gesamtsieg des 31-Jährigen in trockenen Tüchern.
Mit dem Sieg in Argentinien übernahm Sanders auch die WM-Führung. «Es war eine wirklich gute Woche für uns», jubelte Sanders. «Nach der Dakar und Portugal einen weiteren Sieg einzufahren, ist ein riesiger Schub, und die Übernahme der Tabellenführung macht das Ganze noch lohnender. Ich habe mich die ganze Woche über auf dem Motorrad wohlgefühlt, und das Team hat unglaubliche Arbeit geleistet. Natürlich schaue ich immer gerne zurück und suche nach Bereichen, in denen ich mich verbessern kann, denn es gibt immer etwas, an dem man arbeiten muss, aber insgesamt war es eine starke Leistung und ein großartiges Ergebnis.»
Das Podium komplettierten Schareina und Brabec mit 12 und 18 min Rückstand auf Sanders. «Ich freue mich, wieder auf dem Podium zu stehen und den zweiten Platz zu wiederholen, den ich hier vor zwei Jahren erreicht habe», erinnerte sich Schareina. «Die letzte Etappe erinnerte stark an die Dakar: sehr lang, körperlich anspruchsvoll und von Anfang bis Ende mit großem Fokus auf die Navigation. Ich habe dort draußen alles gegeben und so hart wie möglich gepusht. Natürlich ist es immer das Ziel, um den ersten Platz zu kämpfen, also müssen wir weiter daran arbeiten und uns verbessern, um diese Spitzenposition zu erreichen.»
In der Rallye-Gesamtwertung sind die Top-3 nur von sechs WM-Punkten getrennt.
FIM World Rally-Raid Championship, RallyGP:
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Daniel Sanders (Red Bull KTM Factory Racing) : 67 Punkte
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Tosha Schareina (Monster Energy Honda HRC) : 64 P.
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Luciano Benavides (Red Bull KTM Factory Racing) : 61 P.
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