Toprak Razgatlioglu (Yamaha): Viele Probleme, aber bestes MotoGP-Finish
Als Elfter im Sonntagsrennen fuhr MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu auf dem Balaton Circuit sein bisher bestes Ergebnis ein. Der Pramac-Yamaha-Pilot witterte aber die Chance für ein besseres Finish.
Nur 18. der Startaufstellung, 13. im Sprint und Elfter im langen Rennen – ein wenig mehr hatte sich Toprak Razgatlioglu auf dem Balaton Park Circuit insgeheim sicher erhofft. Denn beim Debüt der ungarischen Rennstrecke in der Superbike-WM 2025 holte der 29-Jährige drei Siege.
Immerhin: Im kurzen Rennen war der dreifache Superbike-Weltmeister bester Yamaha-Pilot. In 1:39,103 min fuhr der Türke auch die schnellste Rennrunde aller Yamaha-Asse und die achtschnellste Rennrunde insgesamt. Außerdem war es sein bisher bestes Finish in der MotoGP.
«Insgesamt war das mein bisher bestes Wochenende in der MotoGP. Der elfte Platz ist ein positives Ergebnis. Noch wichtiger ist aber, dass ich das Gefühl hatte, die Pace für die Top-10 zu haben», grummelte der Pramac-Pilot. «Jack konnte nach dem Crash zu Beginn für eine ganze Weile alleine seine Pace fahren, während ich fast die ganze Zeit in einer Gruppe mit anderen Fahrern fuhr. Das Problem ist, dass es mir immer noch sehr schwerfällt, sie zu überholen, wenn ich sie eingeholt habe, weil wir auf den Geraden einfach zu viel verlieren. In den Kurven kann ich zwar mithalten, aber das Überholen ist eine andere Geschichte.»
Während des Rennens über 26 Runden hatte Razgatlioglu zudem ein Problem mit der Motorbremse. Die Änderung der Einstellung brachte nur bedingt eine Verbesserung.
«Ich hatte ein zu starkes Verzögern des Hinterrads», erklärte der Yamaha-Pilot. «Das hat in einigen Bereichen geholfen, aber in anderen habe ich etwas von dem Gefühl verloren, das ich beim Kurveneingang brauchte, insbesondere in Kurve 5, wo mir ein paar Fehler unterlaufen sind. Trotzdem war das Tempo bis zum Ende des Rennens stark, und das Gefühl für das Motorrad verbessert sich weiter.»
Razgatlioglu zog insgesamt ein versöhnliches Fazit: «Wir haben an diesem Wochenende einen weiteren Schritt nach vorn gemacht, und das gibt mir Zuversicht, dass wir in den kommenden Rennen weiter auf die vor uns liegenden Fahrer aufschließen können.»
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