Vinales nach Erfolgserlebnis zurück in der Spur: «Besser als erwartet»
Seit Sommer 2025 fand die MotoGP nur punktuell mit Spaniens GP-Routinier Maverick Vinales. Jetzt fand der KTM-Pilot nach und nach zurück – in Motegi fuhr «Top Gun» durch – und holte WM-Punkte.
Endlich ging es für MotoGP-Routinier Maverick Vinales wieder um die eigentliche Aufgabe – fahren. Vinales, nach Sicherheitscheck mit KTM auf dem Red Bull Ring, wieder zum aktiven GP-Piloten geworden, bestätigte die gemeinsame Entscheidung beim Japan-GP. Wenig überraschend hielt sich der seit Juli 2025 an einer Schulterverletzung laborierende Katalane auf den Ergebnislisten noch fern der Elite, doch die Nummer 12 fand von Session zu Session zu mehr Vertrauen und Speed.
Im Qualifying hatte es mit rund 1,3 Sekunden auf die Pole zu Startplatz 19 gereicht. Damit war die Nummer 12 immerhin schneller als die Pramac-Yamaha-Mannschaft mit Miller und Razgatlioglu. Über die kurze Distanz testete sich Vinales dann erstmals unter Rennbedingungen. Das Sprint-Comeback verlief unauffällig und damit positiv. Maverick Vinales überstand die 12 Runden und landete auf Platz 15, wieder vor der Yamaha-Kunden-Einheit.
Beim Großen Preis lief es nochmals besser. Vinales zeigte eine tadellose Vorstellung, die mit Platz 14 belohnt wurde. Der Tech3-Pilot fuhr dabei nicht hinter, sondern im Feld und ließ die komplette Yamaha-Fraktion hinter sich. Ohne Einbruch der Rundenzeiten über die lange Distanz büßte der Langzeitpatient im schnellsten Umlauf weniger als eine Sekunde auf Marc Marquez und 1,2 Sekunden auf Teamkollege Bastianini, der Vierter wurde, aber im Finale das höchste Tempo aller Athleten hatte.
Vinales war sichtlich erleichtert: «Um ehrlich zu sein, lief es besser, als ich erwartet hatte. Ich hatte erwartet, dass es beim GP schwieriger werden würde, wobei ich mich nicht um die die Schulter gesorgt habe, sondern eher um die Arme; die werden hier durch das starke Bremsen sehr müde. Mir fehlte noch etwas die Explosivität auf dem Bike, aber die kann ich durch mehr Training im Gym noch steigern. Das Wichtigste: Ich war in der Lage, das Motorrad zu fühlen und mich zu konzentrieren – und es wurde von Session zu Session besser.»
Der 31-Jährige schaut daher nicht mit Frust, sondern mit Lust auf das kommende Wochenende. «Ich freue mich riesig darauf, nach Mandalika zu kommen und mich weiter zu verbessern. Ich werde noch mehr Gas geben müssen, aber Motegi war ein sehr gutes Training.»
Nicht nur für die gebeutelte Tech3-Mannschaft endete der Start der zweiten Übersee-Tournee damit sehr erfolgreich. Auch die beiden offiziellen Piloten kamen ins Ziel. Anders als zuletzt, fuhren in Motegi alle auf vergleichbarem Niveau. Zufrieden waren auch die Kollegen in den Moto3-Boxen. Alle vier Red Bull-KTM-Youngster schafften es auch hier auch in die Punkte und mit Alvaro Carpe aufs Podium.
Trotz positivem Auftritt in Japan dürfte Maverick Vinales nicht ohne Sorgen zu Runde 17 der WM weiterreisen. Für 2027 steht der Familienvater aus Figueres weiter ohne Job da.
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