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Yamaha: Reichen die 5 Motoren für Lorenzo und Rossi?

2013 dürfen nur noch fünf statt sechs MotoGP-Motoren pro Fahrer und Saison verwendet werden. Die Situation bei Yamaha sieht nicht gerade rosig aus.

MotoGP

Im Artikel erwähnt



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Welcher Teufel die Yamaha-Manager- und Techniker geritten hat, als sie vor einem Jahr einwilligten, dass in der MotoGP-Weltmeisterschaft 2013 nur noch fünf statt sechs Motoren verwendet werden dürfen, ist schwer zu beurteilen.

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Denn dass Honda bei diesem Manöver das bessere Ende für sich haben würde, hätte vor einem Jahr sogar ein Blinder mit dem Stock greifen können.

Zur Erinnerung: Casey Stoner überstand die MotoGP-Saison 2012 bereits mit vier Motoren. Er tastete den fünften und den sechsten nicht an!

Yamaha hingegen wusste spätestens seit dem Assen-Crash von Lorenzo 2012, als wegen des Rammstosses von Alvaro Bautista ein YZR-M1-Triebwerk in Flammen aufging, dass sogar sechs Motoren ein bescheidenes Saison-Kontingent sein können. Lorenzo musste 2012 mit seinen Motoren ziemlich haushalten.

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Klar: Stoner bestritt 2012 wegen seiner Indy-Verletzung nicht alle Rennen. Aber seine Repsol-Honda stand nur in Brünn still, in Misano und Aragón wurde sie von Ersatzmann Johnny Rea bewegt.

Yamaha: Keine Reserven

Yamaha steckt beim Motorenkontingent auch 2013 ein bisschen im Schlamassel. Bei Jorge Lorenzo gab in Jerez ein Triebwerk seinen Geist auf, bei Bradley Smith in Assen, auch Valentino Rossi verlor schon ein Triebwerk. Fakt ist: Alle vier Yamaha-Piloten (inklusive Cal Crutchlow) haben längst das vierte Triebwerk in Betrieb. Also steht für die restlichen sieben Rennen nur noch ein frisches Triebwerk in Reserve zur Verfügung. Und das Werksteam wartet auf die seamless gearbox, dieses Schnellschaltgetriebe könnte im fünften Motor eingebaut werden.

Crutchlow fährt den vierten Motor seit Barcelona, Smith seit Assen, Rossi hat einen Motor wegen Überschreitung der Lebensdauer entsorgen müssen.

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Das bedeutet für die Yamaha-Techniker Zusatzarbeit. Sie bauen für den Freitag jeweils die ältesten Kraftquellen (sie sind seit Katar im Einsatz) ein, für den Samstag dann jene Motoren, die im Mai oder Juni frisch in die Allocation kamen. Dann gibt es für das Yamaha-Quartett eine weitere halbwegs frische vierte Kraftquelle, die nur im Rennen eingesetzt wird.

Bei Honda geht es ruhiger zu. Dort werden die Motoren nur zum Reinigen ausgebaut.

Und jetzt kommt der Hammer: Stefan Bradl hat noch zwei völlig neue Motoren, die noch gar nicht in die Allocation kamen. Er hat also beim zwölften von 19 Grand Prix noch zwei völlig frische Triebwerke in Reserve. Für sechs Rennen! Er könnte also wie Casey Stoner im Vorjahr mit vier Motoren durch die Saison kommen. Dani Pedrosa hat den vierten Motor auf dem Sachsenring in Betrieb genommen, Márquez in Brünn. Bautista hat den vierten Motor im Einsatz, einer scheint Flausen zu machen.

Es existiert ein weiterer Unterschied zwischen Honda und Yamaha. Die RC213V-Motoren geben bis ans Ende Ihrer Laufzeit (bis 3000 km) die maximale Power ab, heisst es. "Die Reihenvierzylinder von Yamaha verlieren hingegen bei halber Lebensdauer schon so viel Kraft, dass die Fahrer kaum noch die Traction Control brauchen", ätzte ein Experte.

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Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum die Yamaha-Stars momentan in den Rennen sichtlich Mühe gegen die Honda haben.

Kommen wir zu Ducati: Alle vier Fahrer haben einen Desmosedici-GP13-Motor wegen Überschreitung der Lebensdauer deponiert. Pramac-Ducati benützt bei beiden Fahrern den vierten Motor, Nicky Hayden hat auch den vierten in Verwendung, Andrea Dovizioso bereits den fünften.

Wenn er einen weiteren braucht, muss er einmal aus der Boxengasse starten.

Drei CRT-Fahrer mit dem zehnten Motor!

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Dieses Schicksal könnte auch einigen Claiming-Rule-Piloten drohen, die zwölf statt fünf Motoren pro Saison verwenden dürfen. Claudio Corti (FTR-Kawasaki) hat den zehnten Superbike-Rennmotor am Laufen, Danilo Petrucci (Suter-BMW) desgleichen, Héctor Barberá (FTR-Kawasaki) auch. Genauer gesagt: Barberá fährt am Samstag hier in Silverstione erstmals mit dem zehnten Triebwerk.

Randy de Puniet, Aleix Espargaró, Yonny Hernández, Michael Laverty (alle Aprilia) halten bei Motor Nummer 8 (von zwölf), dazu Hiroshi Aoyama (FTR-Kawasaki). Karel Abraham (er fehlte mehrmals verletzt) hat bisher erst sieben Aprilia-Motoren verplomben lassen, Colin Edwards (FTR-Kawasaki) ebenfalls.

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