Permane über Liam Lawson (Racing Bulls): «Er war nicht mehr derselbe»
Racing Bulls-Teamchef Alan Permane spricht über seinen Schützling Liam Lawson und dessen positive Entwicklung in den vergangenen zwei Saisons. Welche Botschaften dem Neuseeländer zum Erfolg verhalfen.
Die noch junge Formel-1-Karriere von Racing Bulls-Pilot Liam Lawson hat schon einige Überraschungen für den Neuseeländer bereitgehalten. Zweimal sprang er als Ersatzmann ein, fuhr 2023 und 2024 jeweils das Ende der Saison. 2025 startete er für Red Bull Racing, doch nach zwei Rennen war seine Zeit beim Spitzenteam schon vorbei. Lawson trat ab dem Japan-GP wieder fürs Schwesterteam Racing Bulls an. Inzwischen hat sich Lawson dort bestens eingelebt, fuhr zuletzt von Kanada bis Großbritannien fünf Top-10-Platzierungen in Serie ein.
Das Hin und Her hatte in Lawsons Formel-1-Anfangszeit hatte aber Spuren hinterlassen, verrät nun sein Teamchef Alan Permane. Im Podcast «Beyond the Grid» sprach er über die Zeit, in der Lawson von Red Bull Racing zu den Racing Bulls gewechselt war. Permane: «Er hat anfangs ehrlich gesagt nicht wirklich viel darüber gesagt, er hatte den Kopf gesenkt und wird mir sicher nicht dafür dankbar sein, dass ich das erzähle, denn ich glaube, damals meinte er: ‚Nein, alles ist in Ordnung‘.»
Unterstützung und Hilfe
Doch Permane kannte seinen Schützling gut, konnte die Situation einschätzen: «Wir kannten ihn natürlich schon aus dem Vorjahr, und wir merkten, dass er definitiv nicht mehr derselbe war. Ich möchte nicht sagen, dass wir ihn wieder aufgebaut haben, denn das klingt ein bisschen dramatisch, aber wir haben ihn einfach unterstützt und ihm geholfen, wo wir konnten. Er arbeitet unglaublich hart und arbeitet unglaublich gut mit seinem Ingenieurteam zusammen, und er hat es geschafft.»
Harte Arbeit!
Permane stellte klar: «Wir sind da, um ihm zu helfen, aber er hat die Wende geschafft. Er hat im Simulator hart gearbeitet. Er hat abseits der Strecke und auf der Strecke hart gearbeitet, und ich glaube, das gipfelte in wirklich, wirklich guten Leistungen.»
Permane: «Was ich ihm letztes Jahr gesagt habe, war: ‚Vergiss alles andere außer dem hier‘, besonders nachdem wir ihn für 2026 bestätigt hatten. Ich sagte: ‚Es gibt nichts, was wichtiger sein sollte als das hier. Mach dir keine Gedanken über diesen oder jenen Flug, oder dieses Hotel, oder dass du dorthin willst.‘ Ich sagte: ‚Vergiss all das und konzentriere dich einfach darauf.‘»
Permane lobend über seinen Schützling: «Das sieht man bei ihm in diesem Jahr – er hat das definitiv umgesetzt. Er ist voll und ganz konzentriert – das klingt zwar ein bisschen wie ein Klischee, aber es stimmt, und ich freue mich wirklich, dass man das an seiner Fahrweise erkennen kann. Er hat ein viel besseres Gespür für das Auto, ich glaube, er arbeitet besser und enger mit seinen Ingenieuren zusammen. Er weiß, was er vom Auto will, und er ist in der Lage, es so zu fahren, dass er das Beste aus dem Auto herausholt.» In der WM-Wertung ist er starker Zehnter mit 39 Punkten.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



