Mit grossem Aufwand startet morgen in Lima erstmals seit 24 Jahren ein Honda-Werksteam zur Rallye Dakar. Das HRC-Aufgebot ist ganz auf Teamleader Hélder Rodrigues ausgerichtet.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Das Warten ist vorbei: Morgen startet erstmals seit 24 Jahren wieder ein Werksteam von Honda zur Rallye Dakar. Der grösste Motorradhersteller der Welt geht das neue Projekt standesgemäss an. Das Einsatzteam für das zweiwöchige Rennen durch Peru, Argentinien und Chile besteht aus 13 Fahrzeugen und 36 erfahrenen Personen aus elf Ländern. Das Fahreraufgebot von HRC besteht zwar wegen der Verletzungen von Sam Sunderland und Felipe Zanol nur aus drei statt aus den geplanten fünf Piloten.
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Aber Hélder Rodrigues, Javier Pizzolito und Johnny Campbell gehen trotzdem mit Zuversicht an den Start in Lima. Sie wollen die Dakar-Geschichte von Honda würdig fortsetzen. Zwischen 1981 und 1989 gingen fünf Gesamtsiege an HRC. Rodrigues ist der Leader, der Portugiese stand zuletzt zweimal hintereinander auf dem Dakar-Podest (2011 und 2012) und war 2011 auch Rallye-Weltmeister. "Ich fühle mich gut und bin sehr motiviert, für Honda und das Team ein grossartiges Rennen abzuliefern. Wir haben sehr emsig am Motorrad gearbeitet und haben es in nur sechs Monaten stark weiterentwickelt", erklärt Rodrigues. Das Wort "Dakar-Sieg" umschifft der 33-Jährige geschickt. "Nach zwei Podestplätzen in den letzten zwei Austragungen will ich dieses Mal mein Resultat verbessern", sagt der Gesamtdritte von 2011 und 2012. Seine Teamkollegen sind primär für den Einsatz als Wässerträger gedacht. Pizzolito: "Ich will Hélder helfen, um den ersten Rang zu kämpfen und meine CRF 450 Rally seit weit oben im Klassement wie möglich zu platzieren."
HRC-Teamchef Katsumi Yamzaki erläutert die letzten Schritte bei der Vorbereitung des Dakar-Comebacks: "Bei der Marokko-Rallye im Herbst war die Entwicklung bei 70 Prozent. Danach haben wir uns darauf konzentriert, mehr Leistung zu generieren und die Haltbarkeit sicherzustellen. Wir haben viele Modifikationen an der Aerodynamik gemacht und diverse Änderungen mit dem Ziel, die Maschine fahrbarer und kraftvoller zu machen."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Yamzaki stellt klar, wofür Honda sich in Südamerika engagiert. "Wir werden um den Sieg kämpfen, der Schlüssel dazu ist gutes Teamwork. Das Motorrad ist bereit für die Dakar. Leider können Sam und Felipe wegen ihren Verletzungen vom letzten Test in den USA nicht dabei sein, aber sie bleiben Teil des Teams. Wir sind alle begeistert, dass jetzt dieses neue Abenteuer beginnt", freut sich der Teamchef auf die kommenden zwei Wochen.
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