«King of Imatra»: Der Deutsche Nico Müller verpasst knapp die Sensation
Viel hat nicht gefehlt und Nico Müller hätte vor wenigen Tagen Finnland als «King of Imatra» verlassen. Am Ende fehlten dem deutschen BMW-Fahrer nur etwas mehr als sechs Sekunden auf die Überraschung.
Das abschließende Superbike-Rennen auf dem Circuit Jarno Saarinen bildet alljährlich den Höhepunkt der Veranstaltung «Imatranajo». Der Finne Erno Kostamo holte sich in schöner Regelmäßigkeit den Sieg und kürte sich damit zum «King of Imatra». Dieses Jahr war der Lokalmatador, der sich vor wenigen Wochen bei der Tourist Trophy schwere Verletzungen zugezogen hatte, nur als Zuseher anwesend. Er musste tatenlos zusehen, wie er quasi «entthront» wurde.
Mit Platz 3 im Qualifikationstraining holte sich Nico Müller eine große Portion Selbstvertrauen. Im ersten Rennen am Samstag wurde der 34-jährige Sachse aus Hohenstein-Ernstthal allerdings von einem technischen Problem an seiner BMW eingebremst und er musste mitansehen wie sich der Finne Eemeli Lahti den Sieg holte.
Auch in den Läufen zur European Series Road Racing wurde der BMW-Fahrer vom Pech verfolgt. Wieder hatte die Defekthexe erbarmungslos zugeschlagen und zwang ihn zweimal zur Aufgabe. Rechtzeitig vor dem letzten Rennen des Tages wurde der Fehler gefunden. Müller wusste, wer dafür verantwortlich war: «Danke an meine Jungs Lui und Yam Falk, Matze, Papa Frieder Oertel, Swenni, Markus Karlsson, Pekka Oikkonen, Jens Schulze und Arno Derous - HOFFmann by MRP.»
Ein Regenschauer führte nach der ersten Runde zum Abbruch. Das Rennen konnte nach einer kurzen Pause doch noch stattfinden und Müller gelang es, sich im Feld der heimischen Piloten zu behaupten. Phasenweise war er sogar deutlich der Schnellste im Fahrerfeld und drehte im letzten Umlauf auch noch die schnellste Runde, den Sieg von Eemeli Lahti konnte er allerdings nicht verhindern. Mit dem dritten Platz schrammte er nur knapp an der Sensation vorbei.
Ergebnis, «King of Imatra»: 1. Eemeli Lahti (FIN), Aprilia, 8 Runden in 15:58,411 min. 2. Niko Lehtiranta (FIN), BMW, 4,610 sec zur. 3. Nico Müller (D), BMW, +6,838 sec. 4. Ville Valtonen (FIN), Ducati. 5. Markus Karlsson (S), BMW. Schnellste Runde: Müller in 1:57,882 min.
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