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BMW-Technikchef überzeugt: Im Trockenen hätte man Honda schlagen können

Nach dem historischen Podium in Suzuka richtet BMW den Blick bereits auf das EWC-Saisonfinale. Technikdirektor Chris Gonschor sieht trotz 19 Punkten Rückstand weiterhin Titelchancen.

Endurance-WM

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Der historische dritte Platz bei den 8 Stunden von Suzuka war für BMW weit mehr als nur ein Podesterfolg. Erstmals seit der Premiere des Langstreckenklassikers im Jahr 1978 stand ein europäischer Hersteller auf dem Podium. Für Technikdirektor Chris Gonschor ist das zugleich eine Bestätigung der Entwicklungsarbeit an der BMW M1000RR – und ein Signal für den Titelkampf in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.

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Das diesjährige Suzuka-Rennen wurde durch schlechtes Wetter geprägt. Unter normalen Bedingungen wäre für BMW noch mehr drin gewesen. In den trockenen Session fuhren Markus Reiterberger, Michael van der Mark und Steven Odendaal auf dem Niveau des Honda-Werksteams und waren schneller als die Yamaha-Teams.

Stolzer Moment für Chris Gonschor: Gleich zwei BMW-Teams waren stark!

«Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir der erste europäische Hersteller sind, der sein Motorrad in Suzuka aufs Podium bringen konnte», sagte Gonschor nach dem Rennen. «Dass mit der Startnummer 37 und der Startnummer 76 gleich zwei BMW M1000RR in die Top-5 gefahren sind, unterstreicht zudem das enorme Potenzial des Motorrads.»

Tatsächlich gehörte BMW bereits während der gesamten Rennwoche zu den schnellsten Teams. Das Werksteam qualifizierte sich als Zweiter, das AutoRace Ube Racing Team mischte ebenfalls dauerhaft an der Spitze mit und kämpfte lange um einen Podestplatz.

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«Es war eine unglaubliche Freude zu beobachten, wie das Motorrad die gesamte Trainingswoche über im Trockenen Siegpotenzial hatte», betonte Gonschor. «Der anhaltende Regen während des Rennens hat die Verhältnisse etwas verzerrt. Auf Regenreifen konnten wir nicht ganz das Optimum herausholen, wie es auf Slicks der Fall gewesen wäre.»

Dennoch zeigte sich der Technikdirektor beeindruckt von der Leistung der Fahrer. «Unter diesen schwierigen Bedingungen haben Steven Odendaal, Markus Reiterberger und Michael van der Mark unglaubliche Arbeit geleistet und sich den Podestplatz als bestes permanentes EWC-Team absolut verdient.»

Beim EWC-Finale ist alles offen

Für Gonschor war der Erfolg deshalb das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. «Sie repräsentieren den gesamten Teamgeist: niemals aufgeben und als Team zusammenstehen. Das zeichnet uns aus. Dafür möchte ich mich bei den Fahrern, Werner Daemen, unserem Crewchief Romain LaMonica, den Teamleitern in München sowie dem gesamten Team bedanken.»

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Durch den dritten Platz machte BMW in der Weltmeisterschaft wertvollen Boden gut. Da Honda und Yamaha mit eigens für Suzuka zusammengestellten Werksteams keine Rolle beim Kampf um den WM-Titel spielen, sammelte das BMW-Werksteam als bestes dauerhaft eingeschriebenes Team wichtige Punkte im Titelrennen.

Entsprechend richtet sich der Blick bereits auf das Saisonfinale beim Bol d'Or in Le Castellet. Dort startet BMW mit 19 Punkten Rückstand auf Titelverteidiger YART. «Jetzt haben wir alle gemeinsam ein Ziel. Wir gehen mit 19 Punkten Rückstand zum Bol d'Or. Das ist eine schwierige, aber lösbare Aufgabe. Wir glauben an den Weltmeistertitel!», so Gonschor.

Der Endstand der 8 Stunden von Suzuka 2026:

  1. Honda HRC (Rea, Takahashi, Chantra), Honda CBR1000RR-R, 188 Runden

  2. Yamaha Factory Racing (Nakasuga, Miller, Locatelli), Yamaha R1, +1:34,280 Minuten

  3. BMW Endurance (Reiterberger, Odendaal, van der Mark), BMW M1000RR, +1:44,087

  4. YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +3:44,444

  5. AutoRace Ube Racing (Uramoto, Guintoli, Ponsson), BMW M1000RR, +3:46,113

  6. SERT (Black, Linfoot, Atsumi) , Suzuki GSX-R1000R, +2 Runden

  7. Suzuki CN Challenge (Tsuda, Mizuno, Masson), Suzuki GSX-R1000R, +2 Runden

  8. SDG Team HARC-PRO Honda (Kunii, Nagoe, Abe), Honda CBR1000RR-R, +3 Runden

  9. Honda Asia-Dream Racing (Atiratphuvapat, Pawi, Putra), Honda CBR1000RR-R, +4 Runden

  10. Team ATJ (Iwata, Suzuki, Kunimine), Suzuki GSX-R1000R, +4 Runden

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