Ryan und Callum Crowe: «Jetzt ist es Zeit, sich auszuruhen und zu erholen»
Ihr schwerer Trainingsunfall bei der Tourist Trophy hat nicht nur die Seitenwagenszene aufgerüttelt, er hat auch zur Absage der Rennen geführt. Jetzt melden sich die Crowe-Brüder auf Facebook zu Wort.
Am späten Mittwochnachmittag der Trainingswoche wurde es gespenstisch ruhig, als im Qualifying für die Seitenwagen-TT nach nur wenigen Teams die rote Flagge geschenkt wurde. Sofort war allen im Bereich der Haupttribüne und im dahinter liegenden Fahrerlager klar, dass eines der Top-Teams in einen schweren Zwischenfall verwickelt sein muss.
Nach bangen Minuten sickerte die Meldung durch, dass ausgerechnet die Sieger der vier letzten Gespannrennen, die Brüder Ryan und Callum Crowe, davon betroffen waren. Ihr Seitenwagen hatte sich am Crosby-Sprung bei hoher Geschwindigkeit überschlagen und war kopfüber das Asphaltband entlanggerutscht bis es endlich zum Stillstand kam. Sowohl der Fahrer, als auch der Beifahrer wurden dabei nicht unerheblich verletzt.
Erst am nächsten Morgen ließ ihr Vater die Fans mit einem Update aufatmen: «Callum wird heute an der Schulter operiert und es stehen weitere Untersuchungen an. Ryan hat sich das Handgelenk gebrochen und Verbrennungen am Rücken davongetragen, weil er kopfüber über den Asphalt gerutscht ist. Auch er wird weiteren Checks unterzogen.»
Ihr Unfall führte zur Absage der Seitenwagen-TT
Nur wenige Tage nach ihrem Unfall, der dazu führte, dass die Rennleitung aus Sicherheitsgründen die Rennen der Seitenwagen bis zur endgültigen Klärung der Umstände aus dem Programm kippte, waren beide auch wieder im Fahrerlager anzutreffen. Mit einem offiziellen Statement ließen sich die Lokalmatadore verständlicherweise bis jetzt Zeit, zu tief saß der Schock.
«Wir haben den ganzen Winter – wie immer – hart daran gearbeitet, uns und das Motorrad auf die TT vorzubereiten. Dieses Jahr war es anders: Wir haben ein neues Motorrad gebaut und parallel dazu den Motor so weiterentwickelt, dass er zur neuen Drosselklappe passt. Die Testfahrten im Vorfeld der TT waren gut verlaufen, und obwohl ein solches Event immer Unwägbarkeiten mit sich bringt, hatten wir wirklich das Gefühl, gut aufgestellt zu sein.»
«Es lässt sich nicht leugnen: Es war ein schwerer Unfall»
«Zu Beginn der Trainingswoche waren wir sehr zufrieden mit der Leistung des Motorrads und unserer eigenen. Dann kam das Training am Mittwoch – und was passierte, passierte.»
«Es lässt sich nicht leugnen: Es war ein schwerer Unfall, und er hat uns erschüttert. Wir hatten Glück, dass wir angesichts der Geschwindigkeit und der Art des Sturzes so glimpflich davongekommen sind, aber ganz unversehrt sind wir nicht geblieben. Wir haben beide Knochenbrüche sowie zahlreiche Prellungen und Schmerzen. Momentan befinden wir uns noch fest in der Ruhe- und Erholungsphase und freuen uns darauf, bald mit der Rehabilitation beginnen zu können.»
«Ein riesiges Dankeschön an Ben Birchall und Mark Wilkes, die als Erste an der Unfallstelle waren und sofort angehalten haben, um uns zu helfen. Vielen Dank auch an die Streckenposten, Sanitäter und Mitarbeiter des Nobles Hospital.»
«Wir möchten allen Mitstreitern in der Sidecar- und der Solo-Klasse, die sich in diesem Jahr verletzt haben, unsere besten Wünsche übermitteln und wünschen allen alles Gute für ihre Genesung. Ein besonderer Gruß geht an die Familie, die Freunde und das Team von Dan Ingham – wir bedauern euren tragischen Verlust zutiefst!»
«Es tut uns leid, dass wir nicht so oft im Fahrerlager sein konnten, wie wir es gewollt hätten, aber wir sind sicher, dass ihr Verständnis dafür habt, dass wir Zeit zu Hause bei unseren Familien brauchten, um uns auf die Erholung zu konzentrieren. Zum Schluss noch ein riesiges Dankeschön an all unsere treuen Sponsoren. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir euch keine unvergesslichere TT bieten konnten (aus den richtigen Gründen), aber wir wissen es wirklich zu schätzen, dass ihr zu uns gehalten und uns eure guten Wünsche übermittelt habt.»
«Jetzt ist es Zeit, sich auszuruhen und zu erholen.»
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