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TT 2026: Michael Dunlop mit der Wut im Bauch zur Supersport-Bestzeit

Nachdem er sein Superbike mit einem Problem abgestellt und ihn die Superstock-Maschine im Training zur Tourist Trophy im Stich gelassen hatte, bewältigte Michael Dunlop den Frust auf seine eigene Art.

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Das Abendtraining für die Rennen zur Tourist Trophy auf der Isle of Man lief gar nicht nach dem Geschmack von Michael Dunlop. Nach nur einer Runde erschien er mit seinem Superbike wieder im Fahrerlager. Bereits im Abschnitt von der Startlinie bis zur ersten Zwischenzeit verlor der Honda-Pilot ungewöhnlich viel Zeit auf seine Konkurrenten.

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Auf seinem Superstock-Motorrad schaffte er es gerade einmal bis zur ersten Rechtskurve. Im Bereich Waterbridge wurde er gesehen, wie er langsam in den Notausgang rollte und die Barriere auf die Seite schob, um im öffentlichen Berufsverkehr zu seinem Team zurückkehren zu können. Allerdings wurde er später nur als Fußgänger von den Kameras eingefangen.

Damit war für den 33-fachen Tourist-Trophy-Sieger die wichtige Qualifyingsession, in der im Hinblick auf das am Freitag stattfindende Abschlusstraining alle größeren und kleineren Probleme längst ausgeräumt sein sollten, vorzeitig beendet. Wer den grenzenlosen Ehrgeiz von Dunlop kennt, weiß, wie frustriert ihn diese Situation zurückließ.

Die Bestzeit mit der Supersport-Ducati entschädigte Dunlop für den Frust

Im darauffolgenden Supersport-Training war sofort zu sehen, dass der Publikumsliebling auf einer Mission war. Auf dem über 60 Kilometer langen Snaefell Mountain Course ließ er seine Ducati so richtig «fliegen». Mit beinahe 280 km/h jagte durch die Geschwindigkeitsmessung auf der langen Sulby-Geraden. In der zweiten Runde blieben die Zeiger der Stoppuhr bei 17:28,401 Minuten stehen. Dean Harrison als Zweiter benötigt fast eine halbe Minute länger.

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Der Österreicher Julian Trummer beendete die Supersport-Sitzung auf seiner Smith Racing Triumph an der zwölften Stelle, nachdem er sich mit Michael Sweeney ein Hundertstelsekundenduell geliefert hatte. Pech hatte David Datzer. Bereits auf der ersten Runde strandete der Deutsche mit Kupplungsproblemen an seiner Roadhouse-Macau-Triumph in der Ramsey Haarnadel-Kurve.

Die Bestzeiten in der Klassen Superbike, Superstock und Sportbike gingen an Dean Harrison, Joshua Brookes und Jamie Coward. Eine Überraschung lieferte Michal Dokoupil bei den Sportbikes ab. Der zweitplatzierte Tscheche verwies die höher eingeschätzten Dominic Herbertson und Rob Hodson auf die Plätze. Dunlop hatte auf das Sportbike-Training verzichtet, nachdem er am Nachmittag seinen eigenen Rundenrekord unterboten hatte.

Das Qualifying der Seitenwagen wurde nach nur wenigen Minuten wegen des schweren Unfalls der favorisierten Crowe-Brüder, die die bisherigen Sessions klar dominiert hatten, abgebrochen und nicht wieder aufgenommen.

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