TT 2026: Dean Harrison legt nach, Julian Trummer trotz Problemen Elfter
Im zweiten Training zur Tourist Trophy schaffte Dean Harrison seine Zeit von gestern zu bestätigen. Julian Trummer haderte mit einem üblen Handling, trotzdem erzielte er die elftschnellste Zeit.
Momentan kommt niemand an Dean Harrison vorbei. Im zweiten Training am Mittwochnachmittag konzentrierte sich der Honda-Werksfahrer im Gegensatz zu gestern auf sein Superstock-Motorrad. In seiner zweiten Runde blieb der Brite nur wenige Zehntelsekunden hinter seiner Zeit mit dem Superbike. Michael Dunlop, der allerdings nur eine Runde mit stehendem Start zurücklegte, musste sich erneut mit dem zweiten Platz abfinden. Als Dritter schaffte Nathan Harrison ebenfalls eine Runde mit einem Schnitt von über 130 Meilen pro Stunde.
Julian Trummer, der mit viel Selbstvertrauen ins Training gestartet war, musste bereits nach einer Runde zurück zu seinem Team. Bereits gestern klagte der Österreicher über ein schlechtes Handling, aber man war überzeugt, den Fehler gefunden zu haben. Doch es sollte sich Trugschluss erweisen, denn das Fahrverhalten seiner Maschine hatte sich sogar verschlechtert, deshalb blieb er auch über seiner Zeit von Dienstag. Heute Abend gibt es für den schnellsten Mitteleuropäer bei der Tourist Trophy eine weitere Möglichkeit, sich zu steigern.
Für John McGuinness gilt: Alter ist nur eine Zahl
Dass das Alter nur eine Zahl ist, bewies John McGuinness in der Superbike-Klasse. Der 54-jährige Honda-Werkspilot musste lediglich seinem britischen Landsmann Peter Hickman den Vortritt lassen. Sogar der Nordire Dunlop, der in der Sportbike-Kategorie über vier Sekunden unter seinen offiziellen Rundenrekord blieb, musste sich als Dritte hinter dem Evergreen, der dieses Jahr sein 30-jähriges Tourist-Trophy-Jubiläum feiert, einordnen. In dieser langen Zeit legte er unglaubliche 57.000 Meilen auf dem Snaefell Mountain Course zurück.
In der Supersport-Klasse unterstrich Dunlop seine dominierende Stellung. Knapp neun Sekunden langsamer beendeten Hickman und Harrison an der zweiten bzw. dritten Position. Weit hinter den Erwartungen blieb David Datzer, der nur im hinteren Feld landete. Auch in der Superstock-Kategorie war der Deutsche, der 2025 wegen einer Verletzung nicht an der TT teilnehmen konnte, nicht vom Glück begünstigt. In langsamen Tempo quälte er sich über den berühmt berüchtigten Kurs und wurde Letzter. Für die Abendsession sollten die Probleme in den Griff zu bekommen sein.
Bei den Seitenwagen hatten einmal mehr Ryan und Callum Crowe die Nase vorne. Die Lokalmatadore, die die beiden letzten Jahre jeweils mit einem Doppelsieg glänzen konnten, ließen die weiteren Sieganwärter Ben Birchall/Mark Wilkes und Pete Founds/Jevan Walmsley deutlich zurück. Der Niederländer Wiggert Kranenburg und sein deutscher Beifahrer Kevin Kölsch vom Team Flying Dutchmen klassierten sich an der 21. Stelle.
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