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Mugello 2025: Spanische Marquez-Demonstration mit italienischem Werkzeug

Es waren Ducati-Festspiele, bei denen die Emotionen hochkochten. Marc Marquez ließ sich von den Tifosi in Mugello nicht aus der Ruhe bringen und setzte einen weiteren Schritt in Richtung MotoGP-Titel.

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An den ersten beiden Tagen des Gran Premio konnten sich die Fans rund um den malerischen Kurs von Mugello noch an bekannten Farben orientieren. Mugello, bekannt für ein Design-Spektakel, entblößt meist erst zum großen Renntag die volle Farbengewalt mit Helmen, Ledern und komplettem Teamdesign.

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Für die Tifosi war es ein emotional schwer mitreißendes MotoGP-Event zwischen Bologna und Florenz – denn Marc Márquez, erst vor wenigen Monaten zum Unverständnis vieler Italiener zum Ducati-Corse-Werksfahrer aufgestiegen, lieferte gnadenlos. Der Spanier eilte von Sieg zu Sieg, während Italiens Ducati-Helden, allen voran Pecco Bagnaia, schwer zu kämpfen hatten. Statt der Nummer 63 war es bis zum Italien-GP gar ein doppeltes Marquez-Spiel. Ducati wurde bejubelt – doch mit dem Namen Marquez taten sich in der legendären Arena vor einem Jahr viele Anhänger besonders schwer.

Trost fanden sie in der anhaltenden Dominanz der Desmosedici, die auch während des neunten Events der Saison 2025 noch nicht bröckelte. Zwar konnten am Freitag Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi und KTM-Vertreter Maverick Vinales mithalten, als es im Qualifying um die besten Startplätze ging, waren die Ducati-Asse zur Stelle. Marc Marquez vor Bagnaia – das schmerzte die harte Fanbasis. Dahinter Alex Márquez, Quartararo, Vinales und die beiden VR46-Renner mit «Diggia» und Morbidelli.

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Bei den Rennen ließen die Márquez-Brüder nichts anbrennen. Auch Buhrufe vor dem Start konnten an den Nerven des WM-Dominators nichts ändern. Sowohl über die kurze, als auch über die GP-Distanz, jeweils auf trockenerer Piste, musste sich Marc Marquez nur zu Beginn mit dem verbissenen Bagnaia bekriegen. Der Italiener biss, musste sich aber im Sprint Marc und Alex geschlagen geben. An der Ziellinie hatte der Champion der Jahre 2022 und 2023 gut zwei Sekunden auf «MM93» verloren.

Der war auch beim Großen Preis, jetzt in weinrotem Spezial-Outfit, nicht zu stoppen. Marc Marquez lieferte vor tosenden wie tobenden Fans eine Vorstellung, an der es nichts zu rütteln gab – vor einem Jahr war niemand in der Lage, die Kombination Marquez mit Ducati aufzuhalten. Bitter für Bagnaia. Nach Platz 3 im Sprint sah es lange nach einer Wiederholung im GP aus – doch im Finale zog Landsmann Fabio Di Giannantonio auf der wild umdekorierten Ducati GP25 vorbei.

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Noch wütender war KTM-Pilot Vinales. Der Spanier, der sich in Mugello eine brillante Ausgangslage erarbeitet hatte, wurde von Franco Morbidelli früh in den Kies geschickt und war entsprechend aufgebracht. Überhaupt war es ein schwarzer Tag für KTM Tech3 – denn auch Hoffnungsträger und Mugello-Experte Bastianini überstand Runde 1 nicht. Und Pedro Acosta? Die eigentliche Geheimwaffe blieb beim letzten Besuch in der Toskana glanzlos. Von Platz 8 losgefahren, leistete sich der Youngster im Sprint einen seltenen Sturz. Im GP gab es Punkte für Platz 8.

Keine gute Laune im Lager der Japaner. Punkte für Yamaha holte in Mugello lediglich Fabio Quartararo. Mit Rang 14 war der stärkste M1-Pilot aber bereits vor einem Jahr ins Hintertreffen geraten.

Bereits klar im Aufwind befand sich beim letzten Italien-GP bereits das MotoGP-Projekt von Aprilia. Marco Bezzecchi konnte unter Rennbedingungen den Ducati-Piloten am besten folgen. Platz 6 im Sprint, Platz 5 im GP – ein sehr solides Resultat, das die Mannschaft auch deshalb freute, weil die RS-GP-Piloten in Sachen Topspeed konkurrenzfähig waren und aus eigener Kraft überholen konnten. Dekoriert wurde der Auftritt mit den Fahrten zu Platz 7 von Raul Fernandez und 10 von Ogura. Verletzungsbedingt nicht am Start, der aktuelle WM-Zweite Jorge Martin.

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